Agile Skalierung: Erfolgsfaktoren und Stolpersteine

Autor: Roman Mayr

Agile Skalierung: Erfolgsfaktoren und Stolpersteine

Agile Transformation ·

Agile Skalierung meistern: Erfolgreicher Übergang zu einer agilen Organisation

Die Skalierung agiler Methoden in einem Unternehmen kann erheblichen Mehrwert bringen, wenn sie richtig umgesetzt wird. Der Kern des Erfolgs liegt in der Fähigkeit, agiles Denken und agile Praktiken über einzelne Teams hinaus auf die gesamte Organisation auszudehnen. Dies erfordert sorgfältige Planung und Anpassung, doch häufig werden dabei Fehler gemacht, die den Fortschritt behindern können.

Typische Fehler bei der agilen Skalierung

Fehler 1: Unzureichende Kommunikation
Oftmals wird bei der agilen Skalierung die Bedeutung der Kommunikation unterschätzt. Teams können isoliert und ohne einheitliche Richtung arbeiten, wenn eine klare Kommunikation und Wissensaustausch fehlen. Um dies zu korrigieren, sollten Unternehmen ein starkes Netzwerk aus Meetings, gemeinsamen Plattformen und regelmässigem Feedback etablieren. So wird sichergestellt, dass alle Beteiligten auf dem gleichen Stand sind und in dieselbe Richtung arbeiten.

Fehler 2: Unangepasste Skalierungsmodelle verwenden
Viele Unternehmen versuchen, agile Skalierungsframeworks von der Stange zu verwenden, ohne diese an ihre spezifischen Bedürfnisse anzupassen. Dies führt oft zu ineffizienten Prozessen und Frustration. Stattdessen sollten Unternehmen sorgfältig das richtige Skalierungsmodell auswählen und es an die eigenen Besonderheiten und die Unternehmenskultur anpassen. Häufig lohnt es sich, ein hybrides Modell zu entwickeln, das sich an den besten Praktiken verschiedener Frameworks orientiert.

Fehler 3: Fehlende Unterstützung des Managements
Ohne die aktive Unterstützung und das Engagement des Managements bleibt die agile Transformation meist Stückwerk. Dies äußert sich durch mangelnde Ressourcenzuteilung und fehlende Priorisierung agiler Praktiken. Um diesen Fehler zu beheben, muss das Management aktiv in die agilen Strategien eingebunden werden und selbst diese Prinzipien verinnerlichen. Das kann durch dedizierte Schulungen und kontinuierliches Coaching erreicht werden.

Handlungsanleitung für die kommenden 14–30 Tage


  1. Evaluierung der aktuellen Kommunikation
Innerhalb der ersten Woche sollte eine Bestandsaufnahme der Kommunikationsprozesse erfolgen. Identifizieren Sie Lücken und verbesserungswürdige Bereiche. Implementieren Sie anschliessend schrittweise neue Kommunikationsformen, wie regelmäßige Stand-up-Meetings oder digitale Kanäle zur Förderung des Wissensaustauschs.
  1. Auswahl und Anpassung eines Skalierungsmodells
In den nächsten zwei Wochen sollten Sie verfügbare Skalierungsframeworks analysieren. Wählen Sie eines oder kombinieren Sie verschiedene Modelle, die am besten zu ihrer Organisationsstruktur passen. Entwickeln Sie ein Pilotprojekt, um das Konzept in kleinem Rahmen zu testen.
  1. Einbindung des Managements
Parallel dazu beginnen Sie, das Management verstärkt in den agilen Prozess zu involvieren. Organisieren Sie Workshops und Schulungen, um die wesentlichen Prinzipien agiler Skalierung zu vermitteln. Setzen Sie klare Ziele und Verantwortlichkeiten für das Management in diesem Prozess.

Durch die Vermeidung typischer Fehler und das Umsetzen dieser Massnahmen in den kommenden Wochen können Unternehmen den Weg zur erfolgreichen agilen Skalierung beschreiten. Dabei ist die kontinuierliche Anpassung und Verbesserung zentral, um langfristigen Erfolg zu gewährleisten.