
Anforderungsmanagement: Präzision durch klare Use Cases
In der Business Analyse ist die präzise Übersetzung eines Use Case in konkrete Anforderungen entscheidend für den Projekterfolg. Ein klarer Use Case beschreibt eine Interaktion zwischen Nutzer und System mit spezifischem Ziel. Die Herausforderung besteht darin, diesen Anwendungsfall in detaillierte Anforderungen zu überführen, die für Entwickler umsetzbar sind.
Typische Fehler und deren Korrektur
Ein häufig auftretender Fehler ist die ungenaue Definition des Use Case. Oftmals wird dieser zu allgemein gehalten und bietet dem Entwicklungsteam keine klaren Anhaltspunkte. Um dies zu vermeiden, sollte der Use Case detailliert beschrieben werden, inklusive aller relevanten Schritte und Akteure. Dies ermöglicht eine präzise Identifikation erforderlicher Systemfunktionen.
Ein weiterer gängiger Fehler ist das Überspringen der Priorisierung von Anforderungen. Wird diese nicht frühzeitig festgelegt, kann dies zu ineffizientem Ressourceneinsatz und verzögertem Projektfortschritt führen. Korrektur bietet hier das frühzeitige Einbeziehen aller Stakeholder in die Priorisierung, was sicherstellt, dass die am meisten geschäftskritischen Anforderungen zuerst umgesetzt werden.
Nicht zuletzt werden oft technische Lösungen verfrüht in die Anforderungsspezifikation eingebracht, bevor die eigentlichen Geschäftsbedürfnisse vollständig verstanden sind. Dies lässt sich durch eine klare Abgrenzung von Lösungsdesign und Anforderungsdefinition korrigieren. Anforderungen sollten erst in funktionaler Sprache festgelegt werden, bevor technische Details diskutiert werden.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
1. Woche: Use Case Überprüfung
Beginnen Sie damit, alle vorhandenen Use Cases zu sammeln und zu evaluieren. Stellen Sie sicher, dass jeder Use Case eine eindeutige Nutzerinteraktion mit dem System beschreibt. Überarbeiten Sie unklare oder vage Formulierungen und stellen Sie sicher, dass alle interessierten Parteien, insbesondere die Endnutzer, einbezogen werden.
2. Woche: Priorisierung der Anforderungen
Organisieren Sie Workshops mit den wichtigsten Stakeholdern, um alle identifizierten Anforderungen zu priorisieren. Ziel ist es, eine Konsensliste prioritärer Anforderungen zu erstellen. Verwenden Sie einfache Priorisierungsmodelle wie MoSCoW (Must, Should, Could, Won't) zur Strukturierung Ihres Prozesses.
3. Woche: Anforderungen spezifizieren
Arbeiten Sie an der detaillierten Spezifikation der priorisierten Anforderungen. Stellen Sie sicher, dass alle definierten Anforderungen testbar, nachvollziehbar und technisch neutral formuliert sind. Nutzen Sie dabei bestehende Standards und Templates.
4. Woche: Feedback und Anpassung
Präsentieren Sie die spezifizierten Anforderungen den Stakeholdern und sammeln Sie deren Feedback. Seien Sie offen für Anpassungen basierend auf konstruktiver Kritik. Planen Sie regelmässige Meetings ein, um den Anforderungsprozess dynamisch zu halten.
Durch die konsequente Anwendung dieses vierwöchigen Plans können Sie sicherstellen, dass Ihre Anforderungen sowohl präzise als auch umsetzungsorientiert sind, was die Grundlage für ein erfolgreiches Projekt legt.