Arbeitgebermarke stärken: Das Potenzial entfalten

Autor: Roman Mayr

Arbeitgebermarke stärken: Das Potenzial entfalten

Employer Branding ·

Eine starke Arbeitgebermarke ist für KMU entscheidend, um im Wettbewerb um talentierte Fachkräfte zu bestehen. Mit einer gezielten Strategie lassen sich nicht nur neue Talente anziehen, sondern auch bestehende Mitarbeitende binden. Im Folgenden werden typische Fehler bei der Entwicklung einer Arbeitgebermarke dargestellt und konkrete Korrekturmassnahmen angeboten.

Fehler 1: Unklare Markenidentität

Der erste und möglicherweise gravierendste Fehler ist eine unklare oder uneinheitliche Markenidentität. Viele Unternehmen versäumen es, klar zu definieren, wofür sie als Arbeitgeber stehen. Eine solche Ungewissheit kann zu Misstrauen bei den Bewerbern und den Mitarbeitenden führen.

Korrektur: Beginnen Sie mit einer umfassenden Analyse und Definition Ihrer Unternehmenswerte und Ihrer Vision. Diese sollten authentisch und für alle Unternehmensbereiche konsistent sein. Workshops mit der Geschäftsleitung und dem HR-Team können helfen, eine klare Markenidentität zu entwickeln, die intern und extern kommunizierbar ist.

Fehler 2: Fehlende Kommunikation der Werte

Ein weiterer häufiger Fehler ist die mangelnde Kommunikation der entwickelten Werte und der Arbeitgebermarke. Was nützt eine klar definierte Marke, wenn sie nicht effektiv kommuniziert wird?

Korrektur: Stellen Sie sicher, dass die Arbeitgebermarke ein zentraler Bestandteil der internen und externen Kommunikation ist. Dies bedeutet, dass die Markenwerte in alle Aspekte der Personalpolitik integriert werden – von Stellenanzeigen über das Onboarding bis hin zu Mitarbeitergesprächen. Nutzen Sie interne Plattformen, Social Media und Ihre Unternehmenswebsite, um regelmässig und konsistent die relevanten Botschaften zu platzieren.

Fehler 3: Unzureichendes Mitarbeiter-Engagement

Eine starke Arbeitgebermarke entsteht nicht nur durch Top-down-Vorgaben, sondern auch durch aktive Mitgestaltung durch die Mitarbeitenden. Ignorieren Sie diesen Aspekt, kann die Marke leblos und theoretisch wirken.

Korrektur: Integrieren Sie Rückmeldungen und Anregungen Ihrer Mitarbeiter in den Markenbildungsprozess. Führen Sie regelmässig anonyme Umfragen durch, um wertvolles Feedback zu erhalten, und nehmen Sie dieses ernst. Fördern Sie zudem Botschafterprogramme, bei denen Mitarbeitende aktiv als Markenbotschafter ihrer positiven Erfahrungen berichten können.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analyse und Definition (Tag 1–7): Organisieren Sie Workshops mit relevanten Entscheidungsträgern, um die Kernwerte Ihres Unternehmens zu bestimmen und einen klaren Wertvorschlag zu entwickeln. Dokumentieren Sie diese detailliert.
  2. Kommunikationsstrategie entwickeln (Tag 8–14): Erstellen Sie einen Kommunikationsplan, der alle Kanäle umfasst, auf denen Sie Ihre Arbeitgebermarke wirksam platzieren können. Entwickeln Sie passende Inhalte für die verschiedenen Plattformen.
  3. Mitarbeiter-Engagement fördern (Tag 15–21): Starten Sie eine Umfrage unter Ihren Mitarbeitenden, um deren Sichtweisen und Erwartungen an die Arbeitgebermarke in Erfahrung zu bringen. Planen Sie, basierend auf den Ergebnissen und dem Feedback, erste Massnahmen zur Stärkung des Engagements.
  4. Implementierung und Anpassung (Tag 22–30): Beginnen Sie mit der Umsetzung der Kommunikations- und Engagementstrategie. Beobachten Sie die Resonanz und passen Sie bei Bedarf schnell an. Suchen Sie gezielt nach Erfolgsgeschichten innerhalb des Teams und nutzen Sie diese zur weiteren Stärkung der Markenbotschaften.

Durch eine konsequente Umsetzung dieser Schritte gelingt es, Ihre Arbeitgebermarke glaubwürdig und attraktiv zu gestalten. So positionieren Sie sich nicht nur als attraktiver Arbeitgeber, sondern schaffen auch die Grundlage für nachhaltiges Wachstum durch zufriedene und engagierte Mitarbeitende.