Aussichtsreiche Karrierewege in der Mitarbeiterentwicklung

Autor: Roman Mayr

Aussichtsreiche Karrierewege in der Mitarbeiterentwicklung

Mitarbeiterentwicklung & HR ·

Karrierepfade systematisch gestalten: Ein Schlüssel zur Mitarbeiterbindung

Die klare und strukturierte Gestaltung von Karrierepfaden stellt einen wesentlichen Bestandteil der Mitarbeiterentwicklung dar. Sie erhöht nicht nur die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden, sondern fördert auch die langfristige Bindung an das Unternehmen. Zu oft werden Karrierewege jedoch unsystematisch oder unvollständig ausgearbeitet, was zu Verwirrung und Frustration bei den Mitarbeitenden führen kann.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Fehlende individuelle Anpassung
Ein häufiger Fehler bei der Gestaltung von Karrierepfaden ist die gleichförmige Behandlung aller Mitarbeitenden. Ein standardisierter Ansatz berücksichtigt selten die individuellen Fähigkeiten und Ziele der Angestellten. Um dies zu korrigieren, sollten Unternehmen personalisierte Entwicklungsgespräche einführen, die spezifische Karriereziele und persönliche Stärken der Mitarbeitenden identifizieren und in einen massgeschneiderten Karriereplan überführen.
  1. Unzureichende Transparenz
Oftmals fehlt es an klarer Kommunikation über die Anforderungen und Schritte, die für den Aufstieg im Unternehmen notwendig sind. Dies führt zu Unsicherheiten und Missverständnissen. Unternehmen sollten klare Kriterien und Erfolgskriterien definieren und diese offen kommunizieren. Regelmässige Informationsveranstaltungen und schriftliche Leitfäden können dabei helfen, die Erwartungshaltungen beider Parteien transparent zu gestalten.
  1. Mangelnde Weiterbildungsmöglichkeiten
Es ist ein weiterer häufiger Fehler, dass Unternehmen die Weiterbildungsmöglichkeiten nicht konsequent mit den definierten Karrierepfaden verknüpfen. Ohne die Möglichkeit, notwendige Fähigkeiten zu erwerben und auszubauen, bleibt der Karrierepfad nur ein theoretisches Konstrukt. Hier sollten Unternehmen gezielte Trainingsprogramme anbieten, die den Mitarbeitenden helfen, die für den nächsten Karriereschritt benötigten Kompetenzen aufzubauen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analysephase (1. Woche)
  • Führen Sie eine Bestandsaufnahme der aktuellen Karrierepfade und bestehenden Weiterbildungsmöglichkeiten in Ihrem Unternehmen durch.
  • Identifizieren Sie Mitarbeitende, die im vergangenen Jahr gewechselt oder befördert wurden, und analysieren Sie deren Karrierepfade, um mögliche Schwachstellen herauszuarbeiten.

  1. Planungsphase (2. Woche)
  • Organisieren Sie Workshops mit Führungskräften und HR-Experten, um Verbesserungsmöglichkeiten bei der Gestaltung von Karrierepfaden zu erarbeiten.
  • Entwickeln Sie ein Framework für personalisierte Karrieregespräche, das individuell auf jeden Mitarbeitenden angepasst werden kann.

  1. Umsetzungsphase (3.–4. Woche)
  • Beginnen Sie mit der Durchführung von individuellen Karrieregesprächen und nutzen Sie das zuvor entwickelte Framework.
  • Arbeiten Sie mit den identifizierten Mitarbeitenden an konkreten Karriereplänen und legen Sie gemeinsame Entwicklungsziele fest.
  • Parallel dazu sollten Sie Weiterbildungs- und Schulungsprogramme evaluieren und gegebenenfalls neue Module entwickeln, die auf die ermittelten Bedarfe abgestimmt sind.

Durch die Umsetzung dieser Schritte kann Ihr Unternehmen strukturierte Karrierepfade entwickeln, die den Bedürfnissen der Mitarbeitenden gerecht werden und zu einer höheren Arbeitszufriedenheit sowie einer stärkeren Bindung an das Unternehmen führen.