
Automatisierungspotenziale gezielt identifizieren
Automatisierungspotenziale erkennen: Rationalisierung durch Robotic Process Intelligence
Die Integration von Robotic Process Intelligence (RPI) in Unternehmensabläufe verspricht erhebliche Effizienzgewinne. Zentral für den Erfolg ist die präzise Identifikation von Prozessen, die sich für eine Automatisierung eignen. Dabei handelt es sich um repetitive, regelbasierte Aufgaben, die ohne kreative oder emotionale Intelligenz auskommen. Die Aufgabe besteht darin, jene Bereiche zu erkennen und systematisch zu analysieren, die am meisten profitieren können.
Typische Fehler vermeiden
Ein häufiger Fehler ist eine oberflächliche Prozessanalyse. Unternehmen neigen dazu, nur die offensichtlichsten Prozesse zu berücksichtigen, ohne die kleineren, aber gewinnbringenden Aufgaben zu identifizieren. Um dies zu beheben, sollten Unternehmen eine umfassende Prozesslandkarte erstellen, die alle Abläufe detailliert darstellt. Durch Workshops und die Einbeziehung von Mitarbeitern aus unterschiedlichen Abteilungen lässt sich sicherstellen, dass keine relevanten Abläufe übersehen werden.
Ein weiterer Fehler ist die Fehleinschätzung des Automatisierungspotenzials von Prozessen. Nicht jeder Prozess, der automatisiert erscheint, bietet einen tatsächlichen Vorteil. Eine Kosten-Nutzen-Analyse ist essenziell, um sicherzustellen, dass der Aufwand der Automatisierung den erwarteten Nutzen übersteigt. Unternehmen sollten dabei sowohl die technischen als auch die organisatorischen Aspekte berücksichtigen.
Schliesslich kann eine unzureichende Kommunikation zu Widerstand innerhalb der Belegschaft führen. Um diesen Fehler zu vermeiden, sollten Unternehmen frühzeitig und transparent über die Automatisierungspläne informieren, die Vorteile klar kommunizieren und die Mitarbeiter in den Wandel aktiv einbeziehen. Schulungen und Workshops können hierzu beitragen, um Ängste und Vorbehalte zu reduzieren.
Handlungsanleitung für 14–30 Tage
Tag 1-7: Beginnen Sie mit der Erstellung einer vollständigen Prozesslandkarte. Sammeln Sie Daten über sämtliche Unternehmensprozesse und identifizieren Sie repetitive, regelbasierte Abläufe. Nutzen Sie dabei sowohl Interviews mit Mitarbeitenden als auch bestehende Prozessdokumentationen.
Tag 8-14: Führen Sie eine Machbarkeitsanalyse durch. Priorisieren Sie die identifizierten Prozesse nach ihrem Automatisierungspotenzial und führen Sie eine Kosten-Nutzen-Analyse durch. Berücksichtigen Sie sowohl direkte Einsparungen als auch qualitative Verbesserungen wie Fehlerreduzierung und Zeitgewinn.
Tag 15-21: Entwickeln Sie einen Kommunikations- und Schulungsplan. Klären Sie Teams über die bevorstehenden Änderungen auf und bereiten Sie sie mit gezielten Schulungsmassnahmen auf die neue Arbeitsweise vor. Einbeziehung und Mitgestaltungsmöglichkeiten fördern die Akzeptanz der Automatisierung.
Tag 22-30: Erstellen Sie einen Umsetzungsplan. Planen Sie die technischen Implementierungsschritte und terminieren Sie die dafür notwendigen Vorbereitungen. Beginnen Sie mit Piloten oder Testläufen in ausgewählten Bereichen, um die realen Auswirkungen der Automatisierung auf den Unternehmensalltag zu prüfen und anzupassen.
Die systematische und gut geplante Einführung von Robotic Process Intelligence kann erhebliche Effizienzgewinne bringen, wenn die Prozesse sorgfältig ausgewählt und die Mitarbeitenden angemessen auf den Wandel vorbereitet werden.