
Bedeutung von Governance in Künstlicher Intelligenz
Künstliche Intelligenz: Datenschutz und Governance im Unternehmenskontext
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen bringt neben Chancen auch erhebliche Herausforderungen im Bereich Datenschutz und Governance mit sich. Ein durchdachtes Konzept in diesen Bereichen ist unerlässlich, um sowohl rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden als auch das Vertrauen von Kunden und Partnern zu sichern.
Typische Fehler im Datenschutz und deren Korrektur
Ein häufiger Fehler bei der Implementierung von KI-Systemen ist das Fehlen einer klaren Datenschutzstrategie. Unternehmen neigen dazu, Datenschutzaspekte erst im Nachhinein zu berücksichtigen, was zu rechtlichen Komplikationen führen kann. Um dies zu verhindern, sollte der Datenschutz von Beginn an in den Entwicklungsprozess integriert werden. Dies wird auch als „Privacy by Design“ bezeichnet. Eine klar definierte Datenschutzstrategie, die fortlaufend überarbeitet wird, kann dabei helfen, Risiken zu minimieren.
Ein weiterer Fehler ist die unzureichende Kontrolle darüber, welche Daten in KI-Systeme eingespeist werden. Oftmals werden personenbezogene Daten ohne ausreichende Anonymisierung verarbeitet, was zu Datenschutzverletzungen führen kann. Unternehmen sollten sicherstellen, dass Daten ordnungsgemäss anonymisiert oder pseudonymisiert werden, bevor sie für KI-Anwendungen genutzt werden. Zudem ist es entscheidend, regelmässige Daten-Audits durchzuführen, um sicherzustellen, dass nur notwendige und gesetzeskonforme Daten verwendet werden.
Fehler in der Governance-Struktur
Viele Unternehmen verfügen nicht über eine ausreichend robuste Governance-Struktur, um den Einsatz von KI zu steuern. Dies kann zu Entscheidungsprozessen führen, die nicht transparent oder nachvollziehbar sind. Eine Lösung hierfür ist die Einführung klarer Richtlinien und Verantwortlichkeiten für den Einsatz von KI, welche sicherstellen, dass alle Stakeholder ein gemeinsames Verständnis von Zielen und Risiken haben. Regelmässige Schulungen und Updates zu den neuesten gesetzlichen Vorgaben sollten Teil der Governance-Strategie sein.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
In den nächsten zwei bis vier Wochen sollten Unternehmen folgende Schritte durchführen, um ihre Datenschutz- und Governance-Praktiken im Zusammenhang mit KI zu optimieren:
- Überprüfung und Anpassung der Datenschutzstrategie: Nehmen Sie eine vollständige Überprüfung Ihrer bestehenden Datenschutzstrategie vor. Passen Sie diese an, um „Privacy by Design“-Prinzipien zu integrieren.
- Daten-Audit: Führen Sie ein umfassendes Audit der in Ihre KI-Systeme eingespeisten Daten durch. Stellen Sie sicher, dass alle personenbezogenen Daten ordnungsgemäss anonymisiert oder pseudonymisiert sind.
- Entwicklung einer Governance-Richtlinie: Erstellen oder aktualisieren Sie Ihre Governance-Richtlinien für KI-Anwendungen. Dies sollte Verantwortlichkeiten, Entscheidungsprozesse sowie Kommunikations- und Schulungsstrategien umfassen.
Durch die Umsetzung dieser Massnahmen legen Unternehmen die Grundlage für einen verantwortungsvollen und konformen Umgang mit KI und können das Vertrauen ihrer Stakeholder stärken.