
Begehrte Talente durch klare Markenwerte gewinnen
Arbeitgebermarke stärken: Der Weg zur erfolgreichen Differenzierung
Die Stärkung der Arbeitgebermarke ist für KMU unerlässlich, um sich im umkämpften Arbeitsmarkt zu differenzieren und qualifizierte Talente anzuziehen. Eine klare, authentische und konsistente Markenbotschaft ist dabei entscheidend. Doch es gibt häufige Stolpersteine, die den Erfolg behindern, und deren Korrektur ist für den Aufbau einer starken Arbeitgebermarke von Bedeutung.
Fehler 1: Unklare Markenidentität
Viele Unternehmen weisen eine unklare Markenidentität auf, die zu Verwirrung bei den Mitarbeitenden und potenziellen Bewerbenden führt. Eine vage Arbeitgebermarke erschwert es, ein klares Bild des Unternehmens und dessen Werten zu vermitteln.
Lösung: Entwickeln Sie ein klar definiertes Employer Value Proposition (EVP) – was macht Ihr Unternehmen einzigartig, welche Werte werden gelebt und was können Mitarbeitende erwarten. Diese Werte sollten authentisch und konsistent auf allen Kommunikationskanälen präsentiert werden.
Fehler 2: Vernachlässigung der internen Kommunikation
Oftmals konzentrieren sich Unternehmen nur auf die externe Kommunikation, vergessen jedoch, dass bestehende Mitarbeitende die besten Markenbotschafter sind. Ohne eine starke interne Verankerung wird die Arbeitgebermarke jedoch kaum glaubwürdig wirken.
Lösung: Investieren Sie in regelmässige, transparente Kommunikation mit den Mitarbeitenden. Ermöglichen Sie Feedback-Schleifen und integrieren Sie Mitarbeitende aktiv in die Markenentwicklung, um die Arbeitgebermarke intern erlebbar zu machen.
Fehler 3: Überbetonung von Benefits
Das Bewerben und Bereitstellen von Benefits wie flexible Arbeitszeiten, Fitnessangebote oder Boni ist oftmals ein zentraler Bestandteil von Employer Branding Strategien. Doch eine reine Materialschlacht schafft keine langfristige Bindung.
Lösung: Richten Sie den Fokus stärker auch auf die Unternehmenskultur, Fortbildungsmöglichkeiten und die Work-Life-Balance. Diese "weichen" Faktoren sind weniger kostspielig und tragen nachhaltig zur Attraktivität als Arbeitgeber bei.
Handlungsanleitung für 14–30 Tage
- Markenstrategie überprüfen (1. Woche): Überprüfen Sie Ihre bestehende Arbeitgebermarkenstrategie auf Klarheit und Konsistenz. Klären Sie in Workshops mit Führungskräften, welche Unternehmenskultur gelebt werden soll.
- Internes Branding stärken (2. Woche): Entwickeln Sie eine Kommunikationsstrategie, um die interne Akzeptanz der Arbeitgebermarke zu verbessern. Planen Sie regelmässige Meetings oder Plattformen für Rückmeldungen und Diskussionen mit den Mitarbeitenden.
- Ganzheitliche Benefits-Analyse (3. Woche): Analysieren Sie die bestehenden Benefits und identifizieren Sie Möglichkeiten für Neuerungen, insbesondere in den Bereichen Weiterbildung und Unternehmenswerte.
- Evaluierung und Anpassung (4. Woche): Bewerten Sie die vorgenommenen Änderungen und holen Sie Feedback von Mitarbeitenden ein. Nutzen Sie die gewonnenen Erkenntnisse, um die strategischen Massnahmen anzupassen.
Durch kurzzyklische Überprüfung und Anpassung der Strategien kann die Arbeitgebermarke effektiv gestärkt und authentisch am Markt positioniert werden. Langfristig stellt dies sicher, dass qualifizierte Fachkräfte gewonnen und gehalten werden können.