
Bestände effizienter verwalten im KMU
Einkaufsmanagement ·
Optimierung des Bestandsmanagements im KMU-Umfeld
Eine effiziente Bestandsverwaltung ist für KMU entscheidend, um Betriebskosten zu senken und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit zu gewährleisten. Fehler im Bestandsmanagement führen häufig zu Kapitalbindung und Verzögerungen in der Auftragsabwicklung. Die Optimierung dieser Prozesse ermöglicht nicht nur finanzielle Einsparungen, sondern auch eine bessere Servicequalität.
Typische Fehler im Bestandsmanagement
- Überschüssige Bestände: Viele KMU neigen dazu, Vorräte über die tatsächlich benötigte Menge hinaus zu lagern, in der Hoffnung, so Engpässe zu vermeiden. Doch überschüssige Bestände erhöhen Lagerkosten und binden Kapital, das für andere Geschäftszwecke genutzt werden könnte. Um diesen Fehler zu korrigieren, sollten Sie die Nachfrageprognosen durch regelmässige Analyse der Verkaufsdaten präzisieren und ein Just-in-Time-System einführen, das die Lagerhaltung minimiert.
- Fehlende Bestandskontrollen: Ein weiteres verbreitetes Problem ist die unzureichende Überwachung der Lagerbestände. Ohne regelmässige Bestandskontrollen wird es schwierig, genaue Bestandsmengen zu kennen, was zu Verzögerungen und Fehlmengen führen kann. Die Einführung eines robusten Bestandsmanagementsystems, das eine kontinuierliche Bestandsüberwachung ermöglicht, kann hier Abhilfe schaffen. Unterstützende Software-Lösungen, die in bestehende ERP-Systeme integriert werden können, bieten Funktionen zur automatisierten Überwachung und Warnmeldung bei niedrigen Beständen.
- Unklare Verantwortlichkeiten: Oft mangelt es in KMUs an klar definierten Verantwortlichkeiten im Bestandsmanagement. Dies führt zu einer unkoordinierten Lagerverwaltung und kann schnell zu Missverständnissen und Fehlern führen. Durch das Festlegen klarer Zuständigkeiten und Prozesse sowie regelmässige Schulungen der Mitarbeitenden in Bestandsmanagementtechniken kann eine strukturierte Vorgehensweise sichergestellt werden.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Analysephase (Tag 1–7): Beginnen Sie mit der Bestandsaufnahme Ihrer derzeitigen Lagerbestände und identifizieren Sie überschüssige oder unzureichende Vorräte. Nutzen Sie Verkaufshistorien und Prognosetechniken, um den zukünftigen Bedarf besser abschätzen zu können.
- Planungsphase (Tag 8–14): Entwickeln Sie auf Basis der gesammelten Daten eine Strategie, um Ihre Lagerhaltungsprozesse zu verbessern. Dies könnte die Einführung neuer Systeme oder die Anpassung bestehender Prozesse beinhalten. Legen Sie Verantwortlichkeiten innerhalb des Teams fest und schulen Sie die Mitarbeitenden entsprechend.
- Umsetzungsphase (Tag 15–30): Implementieren Sie die geplanten Massnahmen, z. B. durch den Einsatz von Bestandsmanagementsoftware oder die Veränderung der Bestellmengen. Führen Sie regelmässige Bestandskontrollen ein und passen Sie bei Bedarf die Pläne an, um die Effizienz weiter zu steigern.
Durch präzise Planung und proaktive Anpassungen kann Ihr KMU von einem optimierten Bestandsmanagement profitieren, das nicht nur Lagerkosten und Kapitalbindung reduziert, sondern auch den Service gegenüber Kunden verbessert.