
Bestandsmanagement als Hebel für Effizienz
Bestandsmanagement: Der Schlüssel zu Effizienz und Kosteneinsparung
Im Bereich des Einkaufsmanagements ist ein optimiertes Bestandsmanagement entscheidend für die Effizienz und Kosteneinsparung eines Unternehmens. Eine sorgfältige Abstimmung des Bestandsniveaus kann Überbestände und Fehlbestände vermeiden, was wiederum Liquidität freisetzt und den Kundenservice verbessert.
Typische Fehler im Bestandsmanagement
Ein häufiger Fehler im Bestandsmanagement ist das Führen zu hoher Bestände. Unternehmen halten oft aus Sicherheitsgründen mehr Ware auf Lager, als tatsächlich notwendig ist. Dies führt zu unnötigen Lagerkosten, darunter nicht nur die physischen Kosten von Lagerflächen, sondern auch die Kosten für Risiken wie veraltete Ware oder Verderb.
Ein zweiter typischer Fehler ist die unzureichende Bestandsüberwachung. Eine mangelnde Transparenz über den aktuellen Lagerbestand führt zu Fehleinschätzungen bei Nachbestellungen und kann in der Folge sowohl zu Engpässen als auch zu Überschüssen führen.
Ein weiterer häufiger Fehler ist das Fehlen eines klaren Bestandspolicys. Ohne klare Vorgaben, wann und wie Bestände aufgefüllt werden sollen, kann es zu inkonsistenten Bestandsniveaus und suboptimalen Einkaufskonditionen kommen.
Korrekturen und Verbesserungen
Um zu hohe Bestände zu vermeiden, sollten Unternehmen ihre Lagerkennzahlen regelmässig analysieren und die Sicherheitsbestände verringern, wo möglich. Weniger beständeintensive Strategien wie Just-in-Time-Lieferungen oder kleinere Bestellmengen bei kürzeren Lieferzeiten können ebenfalls in Betracht gezogen werden.
Zur Verbesserung der Bestandsüberwachung empfiehlt sich der Einsatz eines automatisierten Bestandsverwaltungssystems. Solche Systeme bieten Echtzeittransparenz, helfen bei der Vorhersage von Nachfrageveränderungen und erleichtern das rechtzeitige und präzise Auffüllen der Bestände.
Um klar definierte Bestandsrichtlinien zu etablieren, müssen Unternehmen ihre Bestandszyklen analysieren und festlegen, welche Produkte kritisch sind und welche Bestandsmengen erforderlich sind. Diese Richtlinien sollten regelmässig überprüft und angepasst werden, um auf Veränderungen im Markt oder im Verbraucherverhalten zu reagieren.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
In den kommenden zwei bis vier Wochen sollten Unternehmen ihre Bestände einer kritischen Prüfung unterziehen:
- Datenanalyse: Beginnen Sie mit einer umfassenden Analyse Ihrer aktuellen Bestandsdaten. Identifizieren Sie Artikel mit zu hohen oder zu niedrigen Lagerbeständen und analysieren Sie die Ursachen dafür.
- Softwareeinsatz: Überprüfen Sie, ob Ihre Bestandsführungssysteme dem neuesten Stand entsprechen, und erwägen Sie die Implementierung von Softwarelösungen, die eine Echtzeitüberwachung ermöglichen.
- Sicherheitsbestände evaluieren: Reduzieren Sie Sicherheitslagerbestände, indem Sie Risikoprodukte identifizieren und die Nachschubverfahren anpassen.
- Politikentwicklung: Entwickeln oder überarbeiten Sie Ihre Bestandsrichtlinien. Stellen Sie sicher, dass diese aktuellen Geschäftsanforderungen entsprechen, und kommunizieren Sie sie klar an alle Mitarbeitenden im Einkaufs- und Lagerbereich.
- Schulungsprogramme: Planen Sie Schulungen für Ihr Team, um die Wichtigkeit eines optimierten Bestandsmanagements zu unterstreichen und um bestehende Prozesse zu verbessern.
Durch diese gezielten Massnahmen kann innerhalb eines Monats eine potenzielle Optimierung des Bestandsmanagements erreicht werden, die signifikante Einsparungen und eine erhöhte Effizienz im Unternehmen mit sich bringen kann.