BI-Tools im Überblick: Ein Leitfaden für KMU

Autor: Roman Mayr

BI-Tools im Überblick: Ein Leitfaden für KMU

Business Intelligence ·

Business Intelligence (BI) ist für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ein zentraler Erfolgsfaktor, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Um jedoch den vollen Nutzen aus BI zu ziehen, ist die Wahl des richtigen BI-Tools entscheidend. In diesem Artikel werden gängige BI-Tools verglichen, typische Fehler aufgezeigt und deren Korrekturen sowie eine Handlungsanleitung für die nächsten 14 bis 30 Tage vorgestellt.

BI-Tools im Vergleich

Es gibt zahlreiche BI-Tools auf dem Markt, wobei Power BI von Microsoft, Tableau und Qlik Sense zu den bekanntesten gehören. Power BI zeichnet sich durch seine Benutzerfreundlichkeit und nahtlose Integration mit Microsoft-Produkten aus. Tableau hingegen wird für seine interaktive und intuitive Datenvisualisierung geschätzt. Qlik Sense bietet eine robuste Analyse von komplexen Datenmodellen und ist bekannt für seine leistungsfähige assoziative Datenbanktechnologie.

Typische Fehler bei der Auswahl und Nutzung von BI-Tools


  1. Fehler: Unzureichende Anforderungsanalyse
KMU neigen dazu, BI-Tools zu wählen, ohne vorher eine detaillierte Analyse ihrer spezifischen Anforderungen durchzuführen. Dies führt oft zu Problemen bei der Implementierung und Nutzung, da das ausgewählte Tool möglicherweise nicht optimal auf die Geschäftsprozesse oder die vorhandene IT-Landschaft abgestimmt ist.

Korrektur: Nehmen Sie sich die Zeit, um eine gründliche Anforderungsanalyse durchzuführen. Identifizieren Sie, welche Datenquellen eingebunden werden müssen, welche Art von Berichten erstellt werden sollen und wer die Hauptnutzer sind. Dazu kann eine interne Befragung oder ein Workshop mit den relevanten Stakeholdern hilfreich sein.

  1. Fehler: Unzureichende Schulung der Nutzer
Ein weiteres häufiges Problem ist die fehlende oder mangelhafte Schulung der Mitarbeitenden in der Nutzung des ausgewählten BI-Tools. Ohne ausreichendes Training können die Werkzeuge nicht effektiv genutzt werden und es bleibt viel Potenzial ungenutzt.

Korrektur: Investieren Sie in eine umfassende Schulung für alle relevanten Nutzergruppen. Dies kann durch Anbieter-Schulungen, Online-Kurse oder interne Workshops geschehen. Achten Sie darauf, dass die Schulung auf die verschiedenen Benutzerrollen und deren spezifische Anforderungen zugeschnitten ist.

  1. Fehler: Unregelmässige Datenaktualisierung
Oft werden BI-Systeme so konfiguriert, dass sie nicht genügend aktuell sind, was zu veralteten Analysen führen kann. Dies beeinträchtigt die Entscheidungsfindung und kann das Vertrauen in die BI-Lösungen untergraben.

Korrektur: Stellen Sie sicher, dass Ihr BI-System über eine automatische Aktualisierungsfunktion verfügt, die sicherstellt, dass die Daten in regelmässigen Intervallen aktualisiert werden. Dies beinhaltet die Einrichtung eines geeigneten ETL-Prozesses (Extraktion, Transformation, Laden), der Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführt und aktualisiert.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Tage 1–7: Anforderungsanalyse
  • Führen Sie Workshops mit den wichtigsten Interessengruppen durch, um die Anforderungen zu spezifizieren.
  • Erstellen Sie eine Prioritätenliste der gewünschten Features und Funktionen.

  1. Tage 8–14: Tool-Auswahl und Pilotierung
  • Wählen Sie zwei bis drei BI-Tools aus, die Ihren Anforderungen entsprechen, und führen Sie eine Testphase mit einer kleineren Datenmenge durch. Berücksichtigen Sie hierbei Benutzerfreundlichkeit, Datenanbindung und Visualisierungsfähigkeiten.

  1. Tage 15–21: Schulung planen
  • Entwickeln Sie einen Schulungsplan, der verschiedene Benutzerrollen abdeckt, und kontaktieren Sie Anbieter oder Trainer.
  • Planen Sie erste Schulungssitzungen und stellen Sie Schulungsmaterialien bereit.

  1. Tage 22–30: Implementierung und Datenaktualisierung
  • Planen Sie die Implementierung mit dem IT-Team und stellen Sie sicher, dass Intervalle für die Datenaktualisierung festgelegt sind.
  • Validieren Sie die erste Datenausgabe mit Echtzeitdaten und passen Sie falls nötig die Konfiguration an.

Durch die sorgfältige Auswahl des richtigen BI-Tools und eine strukturierte Implementierung können KMU die Entscheidungsfindung erheblich verbessern und Geschäftsprozesse effizienter gestalten.