Business Analyse: Stakeholder sauber abholen

Autor: Roman Mayr

Business Analyse: Stakeholder sauber abholen

Business Analyse ·

Einführung in die Stakeholder-Analyse

Die Bedeutung der Stakeholder-Analyse wird oft unterschätzt, obwohl sie einen essenziellen Beitrag zum Erfolg eines jeden Projekts leistet. Für Schweizer KMUs, die in einem dynamischen Marktumfeld agieren, ist es entscheidend, die Bedürfnisse und Erwartungen aller beteiligten Akteure zu verstehen. Eine fundierte Stakeholder-Analyse hilft, frühzeitig potentielle Konflikte zu erkennen und zu adressieren.

Identifikation der Stakeholder

Der erste Schritt besteht darin, alle relevanten Stakeholder zu identifizieren. Dazu zählen nicht nur externe Partner, wie Lieferanten und Kunden, sondern auch interne Interessengruppen, darunter Mitarbeiter, Abteilungen und Führungskräfte. Eine gründliche Erhebung aller potenziellen Stakeholder hilft, ein klares Bild von deren Einfluss und Interessen zu gewinnen.

Kategorisierung der Stakeholder

Nach der Identifikation erfolgt die Kategorisierung. Stakeholder lassen sich in Kategorien einteilen, basierend auf ihrem Einfluss und Interesse am Projekt. Diese können beispielsweise in vier Gruppen unterteilt werden: Hoher Einfluss/hohes Interesse, hoher Einfluss/niedriges Interesse, niedriger Einfluss/hohes Interesse und niedriger Einfluss/niedriges Interesse. Diese Einteilung ermöglicht es, gezielte Kommunikationsstrategien zu entwickeln.

Entwicklung von Kommunikationsstrategien

Für die effektive Einbindung der Stakeholder sind maßgeschneiderte Kommunikationsstrategien erforderlich. Stakeholder mit hohem Einfluss und hohem Interesse sollten regelmäßig und intensiv in den Informationsprozess eingebunden werden. Bei solchen mit geringem Interesse kann ein Informationsbedarf auf Abruf ausreichend sein. Die richtigen Kommunikationskanäle und -frequenzen zu wählen, ist entscheidend, um die Stakeholder angemessen zu versorgen und zu involvieren.

Praxisorientierte Umsetzung

Die Theorie in den Geschäftsalltag zu übertragen, ist entscheidend. In der Praxis bedeutet dies, Stakeholder-Meetings zu organisieren, gezielte Feedbackrunden zu etablieren und kontinuierlich den Dialog zu suchen. Ein methodischer Ansatz, der auf das spezifische Geschäftsumfeld des KMU abgestimmt ist, kann die Stakeholder-Einbindung signifikant verbessern.

Überprüfung und Anpassung

Stakeholder-Analysen sind keine einmaligen Maßnahmen. Sie sollten regelmäßig überprüft und angepasst werden, um mit den dynamischen Veränderungen im Unternehmen und im Markt Schritt zu halten. Durch kontinuierliches Monitoring und Anpassungen bleibt die Analyse relevant und effektiv.

Eine saubere Einbindung der Stakeholder steigert die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Projektabschlusses signifikant. Schweizer KMUs, die diese Praxis konsequent anwenden, profitieren von einem reibungsloseren Projektverlauf und einer höheren Zufriedenheit aller Beteiligten.