Business Analyse: Stakeholder sauber abholen

Autor: Roman Mayr

Business Analyse: Stakeholder sauber abholen

Business Analyse ·

Einführung in die Stakeholder-Analyse

In der Business Analyse ist das effektive Abholen der Stakeholder ein zentrales Element für den Projekterfolg. Stakeholder sind Personen oder Gruppen, die ein Interesse oder einen Einfluss auf das Projekt haben. Häufige Stakeholder in KMU umfassen Führungskräfte, Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende. Ziel ist es, ihre Bedürfnisse zu verstehen und in die Projektplanung zu integrieren.

Identifizierung und Klassifizierung von Stakeholdern

Der erste Schritt im Umgang mit Stakeholdern ist deren Identifizierung. Dies erfolgt durch eine sorgfältige Analyse des Unternehmensumfelds und der Projektziele. Sobald die Stakeholder identifiziert sind, werden sie klassifiziert. Eine gängige Methode ist die Einteilung nach Macht und Interesse. Die Stakeholder werden in vier Gruppen unterteilt: mächtig und interessiert, mächtig aber nicht interessiert, nicht mächtig aber interessiert, und weder mächtig noch interessiert. Diese Klassifizierung hilft, die Interaktionen und den Ressourceneinsatz zu optimieren.

Stakeholder-Kommunikation

Die Kommunikation mit den Stakeholdern sollte immer klar, präzise und zielgerichtet sein. Unterschiedliche Stakeholder-Gruppen erfordern unterschiedliche Kommunikationsstrategien. Für mächtige und interessierte Stakeholder ist eine enge Einbindung und regelmäßige Kommunikation entscheidend. Bei weniger mächtigen, aber interessierten Gruppen kann eine regelmäßige Information über die Projektfortschritte ausreichend sein. Es empfiehlt sich, Kommunikationspläne zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse der verschiedenen Stakeholder-Gruppen zugeschnitten sind.

Partizipation sicherstellen

Stakeholder sollten in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Dies kann durch Workshops, Interviews oder Umfragen geschehen. Solche Partizipationsmöglichkeiten schaffen Vertrauen und führen zu einer besseren Akzeptanz der Projektergebnisse. Zudem verringern sie das Risiko von Widerständen und Missverständnissen im Projektverlauf.

Umgang mit Konflikten

Konflikte zwischen Stakeholdern sind in Projekten nicht ungewöhnlich. Wichtig ist, diese früh zu erkennen und konstruktiv zu lösen. Ein bewährtes Mittel ist die Moderation von Konflikten durch neutrale Dritte oder die Etablierung eines Lenkungsausschusses. Durch transparente Kommunikation und das Anbieten von Kompromissen kann der Konflikt bewältigt werden, ohne das Projektziel zu gefährden.

Evaluation und Anpassung

Die Stakeholder-Analyse sollte kein einmaliger Prozess sein, sondern kontinuierlich evaluiert und angepasst werden. Projektdynamiken können sich ändern, und damit auch die Rolle und Einflussnahme von Stakeholdern. Regelmäßige Überprüfungen helfen, die Effektivität der eingesetzten Kommunikations- und Partizipationsstrategien sicherzustellen und Anpassungen vorzunehmen, falls notwendig.

Ein fundiertes Stakeholder-Management ist essenziell, um Projekte erfolgreich zu realisieren. Durch die Identifizierung, Klassifizierung, Kommunikation, Partizipation, Konfliktlösung und kontinuierliche Anpassung der Stakeholder-Strategie können KMU sicherstellen, dass alle relevanten Interessen berücksichtigt werden und Projekte effizient umgesetzt werden.