
Business Continuity: Resilienz aufbauen
Business Continuity ·
Resilienz aufbauen: Ein Schlüsselelement der Business Continuity
Unternehmen jeder Grösse sind stetig mit unterschiedlichen Risiken konfrontiert, welche die Geschäftskontinuität gefährden können. Der Aufbau von Resilienz ist dabei essenziell, um auf unvorhergesehene Störungen vorbereitet zu sein und den Betrieb aufrechtzuerhalten. Resilienz bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, trotz widriger Umstände operationell zu bleiben und sich von Betriebsunterbrechungen rasch zu erholen.
Typische Fehler beim Aufbau von Resilienz
- Unzureichende Risikoanalyse: Häufig wird die Bedeutung einer detaillierten Risikoanalyse unterschätzt. Unternehmen neigen dazu, nur offensichtliche Risiken zu berücksichtigen und dabei weniger offensichtliche, aber potenziell schädliche Bedrohungen zu übersehen. Um diesen Fehler zu vermeiden, sollten umfassende Risikobewertungen durchgeführt werden, die sowohl interne als auch externe Faktoren berücksichtigen. Regelmässige Überprüfungen und Anpassungen der Risikoanalyse sind hierbei entscheidend.
- Fehlende Kommunikation und Schulung: Ein weiterer typischer Fehler besteht darin, die Kommunikation und Schulung der Mitarbeitenden zu vernachlässigen. Bei einem Zwischenfall kann dies zu Verwirrung und ineffizienten Reaktionen führen. Unternehmen sollten sicherstellen, dass allen Mitarbeitenden klare Anweisungen und Wege der Kommunikation bekannt sind. Regelmässige Schulungen und Notfallübungen helfen, alle Angestellten auf den Ernstfall vorzubereiten.
- Veraltete oder unzureichende Pläne: Pläne zur Geschäftskontinuität, die nicht regelmässig aktualisiert werden, sind oft unbrauchbar, wenn sie benötigt werden. Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Geschäfts- und Wiederanlaufpläne kontinuierlich überprüft und aktualisiert werden, um den sich ändernden Geschäftsanforderungen und Risikolandschaften gerecht zu werden.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Tag 1–7: Beginnen Sie mit einer umfassenden Bestandsaufnahme aller potenziellen Risiken, die in Ihrem Unternehmen auftreten könnten. Dies umfasst sowohl interne Herausforderungen, wie Ausfälle in der Versorgungskette, als auch externe Bedrohungen, wie Naturkatastrophen. Dokumentieren Sie die Ergebnisse ausführlich.
- Tag 8–14: Entwickeln Sie auf Grundlage der ermittelten Risiken einen vorläufigen Plan zur Geschäftskontinuität. Dieser sollte Notfallmassnahmen und Verantwortlichkeiten enthalten. Stellen Sie sicher, dass der Plan alle wesentlichen operativen Kernbereiche abdeckt und festlegen, wie diese im Falle einer Störung geschützt oder schnell wiederhergestellt werden können.
- Tag 15–21: Führen Sie Schulungen für alle Mitarbeitenden durch, um die im Plan beschriebenen Prozeduren zu vermitteln. Organisieren Sie simulierte Notfallsituationen, um die Reaktionsfähigkeit Ihres Teams zu testen. Nutzen Sie diese Übungen, um Schwachstellen im Plan aufzudecken und entsprechende Anpassungen vorzunehmen.
- Tag 22–30: Überprüfen und aktualisieren Sie Ihren Business Continuity Plan auf Basis der während der Schulungen und Simulationen gewonnenen Erkenntnisse. Entwickeln Sie ein System zur regelmässigen Überprüfung und Aktualisierung des Plans. Implementieren Sie eine kontinuierliche Überwachung wesentlicher Risikoindikatoren, um Veränderungen in der Risikolandschaft zeitnah zu erkennen.
Indem Unternehmen diese Schritte konsequent verfolgen, können sie ihre Resilienz stärken und sicherstellen, dass sie trotz unerwarteter Herausforderungen ihren Betrieb aufrechterhalten können. Den Aufbau von Resilienz als fortlaufenden Prozess zu verstehen, ist hierbei entscheidend.