
Cloud-Infrastruktur: Kosten im Griff
Cloud-Infrastruktur bietet Unternehmen vielfältige Vorteile, doch ohne ein sorgfältiges Kostenmanagement kann sie schnell zur Belastung werden. Der klare Fokus muss darauf liegen, die Kosten im Griff zu behalten, um die finanziellen Vorteile der Cloud voll auszuschöpfen.
Typische Fehler in der Cloud-Nutzung
Ein häufiger Fehler ist die mangelnde Transparenz bei den genutzten Cloud-Ressourcen. Ohne ein genaues Verständnis, welche Dienste und Ressourcen genutzt werden, laufen Unternehmen Gefahr, unnötige oder überflüssige Ressourcen zu bezahlen. Ein zweiter typischer Fehler besteht in der Überprovisionierung von Ressourcen. Die Flexibilität der Cloud verleitet dazu, für vermeintliche Spitzenlasten vorzuhalten, die selten oder nie auftreten. Schließlich wird häufig versäumt, die nutzungsabhängige Abrechnung fortlaufend zu kontrollieren, was zu unerwartet hohen Rechnungen führen kann.
Korrekturen zur Kosteneffizienz
Um diese Fehler zu korrigieren, ist es entscheidend, zunächst Transparenz zu schaffen. Dies kann durch den Einsatz von Cloud-Management-Tools erreicht werden, die detaillierte Einblicke in die Ressourcennutzung bieten. Eine regelmässige Bereinigung von ungenutzten oder unterbeschäftigten Ressourcen, auch bekannt als „Cloud Hygiene“, kann erheblich zur Kostensenkung beitragen. Zudem sollten Unternehmen auf eine passgenaue Skalierung achten. Dies bedeutet, flexibel auf Lastspitzen zu reagieren, ohne dauerhaft überdimensionierte Ressourcen zu halten.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Analyse der aktuellen Cloud-Kosten: In den ersten sieben Tagen sollten Unternehmen eine gründliche Analyse der bestehenden Cloud-Infrastruktur und der damit verbundenen Kosten durchführen. Identifizieren Sie ungenutzte und unterbeschäftigte Ressourcen.
- Einführung eines Cloud-Kontrollsystems: Nutzen Sie die zweite Woche, um ein effektives Cloud-Kontrollsystem zu etablieren. Setzen Sie auf bestehende Cloud-Management-Tools, um eine kontinuierliche Überwachung zu gewährleisten.
- Optimierung der Ressourcen: In Woche drei sollten konkrete Massnahmen zur Optimierung der Ressourcennutzung ergriffen werden. Dazu gehört das Abschalten unnötiger Ressourcen sowie die Anpassung überdimensionierter Ressourcen.
- Evaluation neuer Preismodelle: Abschließend, in den Tagen 21 bis 30, evaluieren Sie alternative Preismodelle und Dienstleistungen, etwa durch die Umstellung auf nutzungsabhängige oder elastic pricing Modelle, die besser zu Ihrem tatsächlichen Bedarf passen.
Durch die konsequente Umsetzung dieser Schritte können Unternehmen ihre Cloud-Kosten nachhaltig optimieren und von den Vorteilen der Cloud-Infrastruktur profitieren, ohne das Budget zu belasten.