Cloud-Kostenoptimierung: Multi-Cloud-Kostenvergleiche automatisieren

Autor: Roman Mayr

Cloud-Kostenoptimierung: Multi-Cloud-Kostenvergleiche automatisieren

Cloud-Kostenoptimierung ·

Die Optimierung von Cloud-Kosten ist ein zentrales Anliegen für viele Unternehmen, die eine Vielzahl von Cloud-Diensten nutzen. Ein systematischer Vergleich der Kosten in einer Multi-Cloud-Umgebung kann erhebliche Einsparungen ermöglichen. Automatisierte Kostenvergleiche bieten eine solide Grundlage, um fundierte Entscheidungen zu treffen, Ausgaben zu senken und Ressourcen effizienter zu nutzen.

Typische Fehler und deren Korrektur

Ein häufiger Fehler bei Multi-Cloud-Kostenvergleichen ist die ausschliessliche Betrachtung der Kosten ohne Einbezug der Leistungsparameter. Die Kosten können variieren, je nachdem welche Services beansprucht und welche Leistungsanforderungen gestellt werden. Daher ist es wichtig, die Performance in die Kostenanalyse einfließen zu lassen. Dies kann durch den Einsatz spezialisierter Tools geschehen, die sowohl Kosten als auch Qualität der Dienste messen und vergleichen.

Ein weiterer Fehler besteht in der Vernachlässigung von versteckten Kosten, beispielsweise durch Datenübertragungsgebühren oder nicht optimierte Speicherlösungen. Diese können die Gesamtkosten erheblich erhöhen, ohne dass es auf den ersten Blick offensichtlich ist. Der Korrekturansatz besteht hier in der Erstellung einer vollständigen Landkarte aller genutzten Dienste und der regelmässigen Überprüfung der dabei anfallenden Nebenkosten.

Der dritte häufige Fehler ist das Fehlen einer kontinuierlichen Überwachungsstrategie. Viele Unternehmen führen einen einmaligen Vergleich durch und ignorieren dann dynamische Preisänderungen der Anbieter. Um dies zu korrigieren, ist die Implementierung eines fortlaufenden Monitoring-Prozesses unerlässlich, der Preisänderungen und neue Angebote automatisch erkennt und meldet.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage

In den nächsten zwei Wochen sollten Sie zunächst alle genutzten Cloud-Ressourcen und deren Kosten erfassen. Dies beinhaltet die Identifizierung der genutzten Dienste und die damit verbundenen Leistungsanforderungen. Unterstützende Softwarelösungen können helfen, die Daten effizient zu sammeln und bereitzustellen.

In den darauf folgenden zwei Wochen liegt der Fokus auf dem Aufbau eines automatisierten Monitoring-Systems. Dieses sollte nicht nur Preise vergleichen, sondern auch Leistungsdaten abrufen und analysieren. Die Integration von Alerts bei signifikanten Preisänderungen oder bei Erreichen definierter Kosten-Schwellenwerte stellt sicher, dass Sie schnell reagieren können, um Kostenüberschreitungen zu vermeiden.

Abschliessend ist es empfehlenswert, eine Schulung für das zuständige IT-Personal zu organisieren, damit diese mit den eingesetzten Tools vertraut sind und die Systeme selbstständig überwachen und anpassen können. Dies ermöglicht nicht nur eine verbesserte Kontrolle über die Cloud-Ausgaben, sondern auch eine nachhaltigere Kostenstruktur, die sich den dynamischen Marktbedingungen anpassen kann.