
Cloud-Kostenoptimierung: Reserved Instances optimal nutzen
Optimierte Nutzung von Reserved Instances zur Kostensenkung
Reserved Instances (RIs) sind eine bewährte Methode, um die Ausgaben für Cloud-Dienste erheblich zu reduzieren. Der gezielte Erwerb und die genaue Verwaltung von RIs gestatten eine langfristige Planung der Cloud-Ressourcen und eine Leistbarkeit, die jüngst genutzte On-Demand-Preismodelle übertrifft.
Trotz ihrer Vorteile sind RIs jedoch mit einigen typischen Missverständnissen behaftet, die zu ineffizienten Käufen und somit zu Kosteneinbussen führen können. Um möglichen Stolpersteinen beim Umgang mit RIs zu begegnen, gilt es, diese häufigen Fehler zu kennen und gezielt zu vermeiden.
Fehler bei der Laufzeitwahl
Unternehmen tendieren dazu, längere Laufzeiten zu wählen, um höhere Rabatte zu erhalten. Doch die dreijährige Bindung könnte zu einem Problem werden, wenn sich währenddessen die Cloud-Bedürfnisse wesentlich verändern. Die Entscheidung für eine zu lange Laufzeit kann sich als Fehlinvestition erweisen, falls die Reservierung nicht mehr zum tatsächlichen Bedarf passt.
Korrektur: Eine systematische Analyse der Nutzungsmuster und die Wahl von einjährigen Laufzeiten bieten mehr Flexibilität. Es ist ausserdem ratsam, eine kleinere Anzahl an Dreijahres-Reserven nur für bestens prognostizierte, konstant genutzte Workloads zu erwerben.
Fehler bei der Regionenauswahl
Ein weiteres häufiges Missverständnis ist die falsche Regionenauswahl. Die Wahl einer falschen Region für RIs kann die Preisvorteile leicht zunichte machen, indem Ressourcen unter- oder überproportional genutzt werden, was den Effekt der Reservierungen vermindert.
Korrektur: Eine gründliche Prüfung der regionsspezifischen Anforderungen und der häufigen Nutzungsmuster kann helfen, dieses Problem zu beseitigen. Unternehmen sollten sicherstellen, dass die gewählten Regionen mit den operativen Anforderungen sowie den geografischen Nutzungsgewohnheiten übereinstimmen.
Fehler bei der Abnahmestrategie
Ein häufig übersehener Aspekt ist, dass Unternehmen dazu neigen, sich auf die einmalige Abnahme von RIs zu konzentrieren, ohne eine laufende Überprüfung des Bedarfs. Dies führt oft dazu, dass RIs nicht oder nur teilweise genutzt werden, was den erwarteten finanziellen Vorteil wieder relativiert.
Korrektur: Die Einführung einer kontinuierlichen Überprüfung und Anpassung der RIs schützt vor solchen Ineffizienzen. Hierbei sollten regelmässige Analysen der Cloud-Nutzungsstatistiken sowie regelmäßige Anpassungen auf Grundlage der aktuellen und prognostizierten Bedürfnisse durchgeführt werden.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Bestandsaufnahme: Dokumentieren Sie alle bestehenden Reserved Instances sowie deren Laufzeiten, Regionen und den aktuellen Nutzungsgrad.
- Bedarfsanalyse: Untersuchen Sie die Cloud-Nutzungsmuster der letzten sechs bis zwölf Monate, um gängige Trends und Bedarfsänderungen zu erkennen.
- Regionen-Überprüfung: Prüfen Sie, ob die genutzten Cloud-Regionen den aktuellen Geschäftsanforderungen entsprechen und passen Sie die Zuweisungen gegebenenfalls an.
- Vertragsanpassung: Entscheiden Sie sich anhand der gesammelten Daten für eine passende Laufzeit-Strategie, die benötigte Flexibilität mit kalkulierbaren Kosten verbindet.
- Kontinuierliches Monitoring: Etablieren Sie ein monatliches Überprüfungsverfahren, um die Leistung und Nutzung Ihrer RIs zu bewerten und Anpassungen zeitnah vorzunehmen.
Diese Schritte bilden die Grundlage für eine effektive Nutzung von Reserved Instances und bieten klare Handlungsansätze, um unnötige Ausgaben zu vermeiden und gleichzeitig die Effizienz der Cloud-Ressourcen zu maximieren. Ein strukturierter Ansatz bei der Verwaltung der Reserved Instances ermöglicht das Erreichen von optimalen Kostenstrukturen bei gleichbleibender Leistung.