Cloud-native Architektur im digitalen Zeitalter

Autor: Roman Mayr

Cloud-native Architektur im digitalen Zeitalter

IT-Architektur ·

Cloud-native Design: Die Grundlagen für eine zukunftsfähige IT-Architektur

Die Adaption von cloud-nativen Prinzipien in der IT-Architektur ist essenziell, um Anwendungen effizienter und skalierbarer zu gestalten. Cloud-native Design ermöglicht es Unternehmen, ihre Anwendungen besser an die dynamischen Anforderungen des Marktes anzupassen. Ein Hauptmerkmal ist dabei die Nutzung von Microservices, Containern und einer agilen Entwicklungsumgebung, um schnell auf Veränderungen zu reagieren und Innovationszyklen zu verkürzen.

Typische Fehler beim Cloud-native Design


  1. Monolithische Denkweise beibehalten: Ein häufiges Hindernis ist, dass bestehende monolithische Applikationen direkt in die Cloud migriert werden, ohne die Architektur in kleinteilige, unabhängige Services zu zerlegen. Diese Forgeschrittenensweise negiert die Vorteile der Skalierbarkeit und Flexibilität, die Cloud-native Systeme bieten. Die Korrektur besteht darin, sich auf die Zerlegung von Anwendungen in Microservices zu fokussieren. Dabei sollte jeder Service eine klar definierte Funktionalität erfüllen und unabhängig entwickelt und bereitgestellt werden können.
  2. Vernachlässigung der Sicherheitsaspekte: Die Dezentralisierung durch Microservices kann Sicherheitslücken erzeugen, wenn keine robusten Sicherheitspraktiken umgesetzt werden. Oft wird der Schwerpunkt mehr auf die Entwicklungsgeschwindigkeit als auf Sicherheit gelegt. Hier ist es essenziell, „Security by Design“ zu implementieren, das heisst, Sicherheit schon in der Entwicklungsphase aktiv zu integrieren. Technologien wie Identity and Access Management (IAM) sowie die Verschlüsselung von Daten in Bewegung und im Ruhezustand sind unerlässlich.
  3. Unzureichende Automatisierung: Ein weiterer Fehler ist das Fehlen von Automatisierung in Bereitstellung und Betrieb. Ohne Automatisierung wird es schwierig, Konsistenz und Effizienz aufrechtzuerhalten, insbesondere wenn es um die Verwaltung von Infrastruktur und Anwendungen geht. Ein Automatisierungs-Framework wie Infrastructure as Code (IaC) kann dabei helfen, diese Prozesse reibungslos zu integrieren und den Betrieb zu rationalisieren.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analyse der aktuellen Architektur: Beginnen Sie in der ersten Woche mit der detaillierten Analyse Ihrer bestehenden IT-Architektur. Identifizieren Sie monolithische Komponenten, die sich in Microservices transformieren lassen.
  2. Schulungen und Workshops: Investieren Sie in Mitarbeiterschulungen zum Thema Microservices und Cloud-security. Planen Sie in der zweiten und dritten Woche Workshops, um das Verständnis für cloud-native Prinzipien zu vertiefen.
  3. Pilotprojekt starten: Wählen Sie einen begrenzten Anwendungsbereich, um die Transformation zur Microservice-Architektur zu testen. Achten Sie darauf, Sicherheitsaspekte konsequent umzusetzen. Dies sollte in der vierten Woche geschehen.
  4. Einrichtung von Automatisierungsprozessen: Implementieren Sie in der vierten Woche Automatisierungswerkzeuge wie Jenkins oder GitLab CI/CD und setzen Sie Infrastructure as Code mit einem Werkzeug wie Terraform um.

Der Übergang zu einer cloud-nativen Architektur erfordert eine sorgfältige Planung und ein starkes Engagement für kontinuierliche Verbesserung. Durch die Vermeidung der typischen Fehler und das Befolgen dieser strukturieren Schritte, können KMU die Vorteile der Cloud optimal nutzen und ihre IT-Architektur zukunftssicher gestalten.