Data Fabric & Mesh: Self-Service-Datenarchitektur

Autor: Roman Mayr

Data Fabric & Mesh: Self-Service-Datenarchitektur

Data Fabric & Mesh ·

Self-Service-Datenarchitektur: Ein Überblick

Die Nachfrage nach unmittelbarem Zugang zu Daten durch Fachanwender in Unternehmen wächst stetig. Eine Self-Service-Datenarchitektur bietet hier eine Lösung, indem sie Mitarbeitenden ermöglicht, selbstständig und effizient auf benötigte Daten zuzugreifen und diese zu analysieren. Während eine solche Architektur viele Vorteile bietet, sind bei ihrer Implementierung jedoch auch einige Herausforderungen zu beachten.

Typische Fehler bei der Implementierung

Ein häufiger Fehler besteht in der Vernachlässigung der Datensicherheit. In der Eile, Daten verfügbar zu machen, wird oft übersehen, Sicherheitsprotokolle sauber zu implementieren. Der einfachste Weg, diesen Fehler zu vermeiden, liegt in der frühzeitigen Einbeziehung der IT-Abteilung. Diese sollte klare Richtlinien für den Datenzugriff erstellen und regelmässige Sicherheitsüberprüfungen einplanen.

Ein weiterer häufiger Stolperstein ist die Missachtung von Datenqualität. Insbesondere, wenn verschiedene Teams ihre Datenquellen an das System anbinden, kann es zu einer Vermischung von qualitativ unterschiedlichen Daten kommen. Hier ist es essenziell, von Beginn an klare Standards für Datenqualität zu definieren und ein Analysetool zu implementieren, das inkonsistente oder fehlerhafte Daten automatisiert markiert.

Schliesslich vernachlässigen Unternehmen oft die Nutzerschulung. Eine Self-Service-Datenarchitektur ist nur so gut wie die Fähigkeit der Nutzer, sie effektiv zu bedienen. Um dies zu verhindern, sollte ein umfassendes Schulungsprogramm eingeführt werden, das den Mitarbeitenden sowohl die technischen Kompetenzen als auch ein Verständnis für die Bedeutung der Datenintegrität vermittelt.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

Tag 1-7: Bestandsaufnahme und Planung


Zunächst sollten Sie eine gründliche Analyse der derzeit vorhandenen Daten- und Sicherheitsstrukturen durchführen. Erfassen Sie, welche Datenquellen existieren, welche Zugriffsberechtigungen aktuell bestehen und welche Tools im Einsatz sind. Basierend auf dieser Analyse erarbeiten Sie gemeinsam mit der IT-Abteilung einen Plan, der die Implementierung der Self-Service-Datenarchitektur abbildet.

Tag 8-14: Sicherheitsprotokolle und Datenqualität


Entwickeln Sie klare Richtlinien für die Datensicherheit und setzen Sie diese um. Implementieren Sie Tools zur Sicherstellung der Datenqualität und definieren Sie Kriterien für akzeptable Datenstandards. Diese Kriterien sollten sowohl automatisiert überwacht als auch regelmässig manuell überprüft werden.

Tag 15-21: Systemintegration und Benutzerrollen


Konzentrieren Sie sich auf die Integration der bestehenden Systeme mit der neuen Datenarchitektur. Erstellen Sie Benutzerrollen und zugehörige Berechtigungen, um sicherzustellen, dass nur autorisierte Mitarbeiter Zugang zu sensitiven Daten haben. Testen Sie die Funktionalität und Sicherheit der Architektur umfassend.

Tag 22-30: Schulung und Dokumentation


Beginnen Sie mit der Schulung der Benutzer. Starten Sie mit den wichtigsten Funktionsbereichen und richten Sie fortlaufende Schulungsprogramme ein, um alle Mitarbeitenden kontinuierlich weiterzubilden. Gleichzeitig sollte eine umfassende Dokumentation erstellt werden, um als Nachschlagewerk und zur Unterstützung der laufenden Schulung zu dienen.

Durch das Befolgen dieser Schritte können Sie eine robuste Self-Service-Datenarchitektur etablieren, die nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch datenschutzrechtliche Anforderungen erfüllt und die Datenqualität gewährleistet.