
Daten- & PII-Schutz für KI: Zugriffsmodelle & Mandanten
Sichere Zugriffsmodelle und Mandantenstrukturen sind entscheidend, um den Daten- & PII-Schutz in KI-Systemen zu gewährleisten. Bei der Implementierung solcher Systeme treten jedoch häufig Fehler auf, die das Risiko von Datenlecks erhöhen. Ein klares Verständnis der Zugriffsmodelle und eine sorgfältige Verwaltung von Mandanten können diese Probleme entscheidend minimieren.
Fehler 1: Unzureichende Zugriffsrechte
Ein häufig auftretender Fehler bei der Implementierung von Zugriffsmodellen ist die Vergabe unzureichender und unsicherer Zugriffsrechte. Beispielsweise haben Mitarbeiter oft Zugriff auf mehr Daten und Systeme, als sie für ihre tägliche Arbeit benötigen. Dies erhöht das Risiko eines unbeabsichtigten oder absichtlichen Datenlecks.
Lösung: Implementierung des Prinzips der minimalen Rechtevergabe (Principle of Least Privilege). Beginnen Sie mit einem Audit der bestehenden Zugriffsrechte und reduzieren Sie diese auf das notwendige Minimum. Etablieren Sie ein regelmässiges Überprüfungsverfahren, um sicherzustellen, dass die Zugriffsrechte stets aktuell und angemessen sind.
Fehler 2: Fehlende Trennung von Mandanten
In Multi-Mandanten-Strukturen kann es zu Datendurchmischung kommen, wenn keine ausreichende Trennung implementiert ist. Dies führt zu einem erhöhten Risiko von Datenmissbrauch und dem ungewollten Austausch sensitiver Informationen zwischen Mandanten.
Lösung: Implementierung von klar definierten Mandantentrennungen und -isolationen. Nutzen Sie unterschiedliche Datenbanken oder Partitionierungen für jeden Mandanten. Führen Sie regelmässig Penetrationstests durch, um Schwachstellen in der Mandantentrennung zu identifizieren und zu beheben.
Fehler 3: Mangelnde Überwachungsmassnahmen
Viele Unternehmen versäumen es, ihre Zugriffsmodelle und Mandantenstrukturen kontinuierlich zu überwachen. Ohne effektive Überwachung können unbefugte Zugriffe oder Anomalien oft erst nach einem Vorfall erkannt werden.
Lösung: Etablierung eines fortlaufenden Überwachungs- und Alarmsystems. Implementieren Sie Protokollierung und Echtzeit-Überwachung, um unbefugte Zugriffe und verdächtiges Verhalten frühzeitig zu identifizieren. Ein dediziertes Team oder ein externer Dienstleister kann hierfür verantwortlich sein, um proaktive Massnahmen zu ermöglichen.
Handlungsanleitung für 14–30 Tage
Erste Phase (1–7 Tage):
- Durchführung eines umfassenden Audits aller bestehenden Zugriffsrechte.
- Identifizierung von überflüssigen Rechten und Planung zu deren Entfernung.
- Überprüfung der aktuellen Mandantenstrukturen auf mögliche Datenlecks.
Zweite Phase (8–14 Tage):
- Implementierung von Änderungen basierend auf den Audit-Ergebnissen. Entfernen unnötiger Zugriffsrechte und Implementierung der Trennung von Mandanten.
- Schulungen für Mitarbeiter zu den aktualisierten Zugriffsrichtlinien und -protokollen.
Dritte Phase (15–30 Tage):
- Etablierung eines Regelwerks für regelmässige Überprüfungen und Audits der Zugriffsrechte und Mandantenstruktur.
- Einrichtung eines permanenten Überwachungs- und Alarmsystems für die Zugriffssteuerung und Mandantentrennung.
- Kontinuierliche Verbesserung der Zugriffsstrukturen durch Feedback und Monitoring der Effektivität der implementierten Massnahmen.
Durch die sorgfältige Umsetzung dieser Schritte innerhalb der vorgeschlagenen Frist können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Daten- & PII-Schutzsysteme in KI-Umgebungen robust und zukunftssicher sind.