
Datenabfluss: Strategien zur Sicherheitserhöhung
In modernen Unternehmen stellt die Gefahr der Data Exfiltration eine ernstzunehmende Bedrohung dar. Um den unautorisierten Abfluss sensibler Daten zu verhindern, sind gezielte Massnahmen erforderlich. Häufige Fehler im Umgang mit Daten können schnell ausgenutzt werden, weshalb eine gut durchdachte Sicherheitsstrategie unumgänglich ist.
Typische Fehler und deren Korrektur
Erstens, unzureichende Zugangskontrolle. Oftmals haben Mitarbeitende mehr Zugriff auf Daten, als für ihre Tätigkeit erforderlich ist. Dies erhöht das Risiko, dass sensible Informationen in die falschen Hände geraten. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, die Prinzipien der geringst möglichen Berechtigung zu implementieren. Jeder Mitarbeitende sollte nur Zugang zu den Daten haben, die er für seine Arbeitsaufgaben benötigt. Regelmässige Überprüfungen dieser Berechtigungsstufen helfen dabei, die Kontrolle zu behalten.
Zweitens, mangelnde Netzwerküberwachung. Ohne ein leistungsfähiges Überwachungssystem können atypische oder verdächtige Verhaltensweisen innerhalb des Netzwerks leicht unbemerkt bleiben. Ein mögliches Abfangen von Daten durch externe Parteien könnte so unerkannt geschehen. Der Einsatz von fortschrittlichen Netzwerksicherheitslösungen, die Anomalieerkennung unterstützen, kann solchen Szenarien vorbeugen. Systeme, die ungewöhnliche Datenströme oder Zugriffsversuche erkennen, sollten in Betracht gezogen werden, um rasch auf mögliche Bedrohungen reagieren zu können.
Drittens, das Fehlen einer datenzentrierten Sicherheitsstrategie. Viele Unternehmen setzen ausschliesslich auf perimeterbasierte Sicherheitsmassnahmen, die lediglich den Zugang zu Daten beschränken, anstatt die Daten selbst zu schützen. Hierbei sollte auf Datenverschlüsselung und detaillierte Protokollierung der Datenzugriffe gesetzt werden. Die Implementierung von Verschlüsselungstechnologien gewährleistet, dass Daten selbst bei einem unbefugten Zugriff unzugänglich bleiben.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Überprüfung und Anpassung der Zugriffsrichtlinien: Untersuchen Sie innerhalb der ersten Woche die aktuellen Zugangsregelungen Ihrer Mitarbeiter. Implementieren Sie danach für jeden Mitarbeitenden die Prinzipien der geringst notwendigen Berechtigungen.
- Einführung eines Überwachungssystems: In der zweiten Woche sollten Sie damit beginnen, Lösungen für die Netzwerküberwachung zu evaluieren. Setzen Sie auf Systeme, die Anomalien erkennen und leistungsstarke Berichtsfunktionen bieten. Bis zum Ende des ersten Monats sollte das gewählte System implementiert und die Mitarbeiter darin geschult sein.
- Datenschutz durch Verschlüsselung: Beginnen Sie gleichzeitig in der dritten Woche mit der Einführung von Verschlüsselungstechnologien für Ihre sensiblen Daten. Führen Sie Ihre IT-Abteilung in die notwendige Software ein und beginnen Sie mit einem schrittweisen Rollout.
Durch die konsequente Umsetzung dieser Schritte über einen Zeitraum von bis zu 30 Tagen schaffen Sie eine solide Basis zur Verhinderung von Data Exfiltration und sichern so die sensiblen Daten Ihres Unternehmens effizient ab.