Datenschutz in der KI-gestützten Gesundheitsversorgung

Autor: Roman Mayr

Datenschutz in der KI-gestützten Gesundheitsversorgung

KI im Gesundheitswesen ·

In der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen liegt ein bedeutendes Potenzial, um die Diagnostik und die Patientenversorgung zu verbessern. Dennoch stellt der Schutz sensibler Gesundheitsdaten eine wesentliche Herausforderung dar. Datenschutzkonforme Gesundheits-KI erfordert eine präzise Umsetzung von rechtlichen und ethischen Standards, um das Vertrauen der Patienten und der Öffentlichkeit zu sichern.

Typische Fehler und ihre Korrektur

Ein häufiger Fehler besteht in der unzureichenden Anonymisierung von Daten. Oftmals werden technische Aspekte der Anonymisierung übersehen, sodass Rückschlüsse auf einzelne Patienten weiterhin möglich sind. Die Korrektur dieses Fehlers liegt in einer gründlichen Datenmaskierung, bei der personenbezogene Informationen umfassend unkenntlich gemacht werden. Hierzu sollten Techniken wie das Hinzufügen von statistischem Rauschen oder eine umfassende Pseudonymisierung eingesetzt werden.

Ein weiterer Fehler ist die unklare Verantwortung bei der Datenverarbeitung. In der Regel sind verschiedene Akteure an der Verarbeitung von Gesundheitsdaten beteiligt, was häufig zur unklaren Zuweisung von Verantwortlichkeiten führt. Um dies zu beheben, ist es entscheidend, dass alle Beteiligten – vom Datenlieferanten bis hin zum Dienstleister – vertraglich festgelegte Verantwortungsbereiche haben und die Einhaltung der Datenschutzanforderungen regelmässig geprüft und dokumentiert wird.

Ein dritter häufiger Fehler liegt im mangelnden Sicherheitsbewusstsein bezüglich der eingesetzten KI-Systeme. Oftmals sind KI-Modelle nicht ausreichend vor Cyberangriffen geschützt. Die Korrektur umfasst die Implementierung robuster Sicherheitsprotokolle, regelmäßige Sicherheitsupdates und Audits der verwendeten Systeme, um potenzielle Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Evaluierung der aktuellen Datenschutzmassnahmen: Beginnen Sie damit, die vorhandenen Datenschutzmassnahmen zu prüfen. Führen Sie eine interne Revision durch, um Schwachstellen in der Datenanonymisierung und -sicherheit aufzudecken.
  2. Aufbau eines Datenschutzteams: Stellen Sie ein interdisziplinäres Team aus Datenschutzbeauftragten, IT-Sicherheitsexperten und medizinischen Fachkräften zusammen. Dieses Team sollte für die Überwachung der Datenschutzkonformität und die Durchführung von Schulungen verantwortlich sein.
  3. Schulungen und Sensibilisierung: Organisieren Sie Trainingsprogramme für Ihr Personal, um das Bewusstsein für Datenschutzpraktiken und die Verantwortung jedes Teammitglieds zu stärken.
  4. Vertragsüberprüfung und -anpassung: Überprüfen Sie bestehende Verträge mit Drittanbietern auf Datenschutzklauseln und passen Sie diese gegebenenfalls an. Achten Sie darauf, dass alle Parteien verpflichtet sind, die Datenschutzrichtlinien einzuhalten.
  5. Implementierung von Sicherheitsprotokollen: Führen Sie regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen durch und aktualisieren Sie Ihre Systeme mit den neuesten Sicherheitsupdates. Setzen Sie ein Protokoll für die sofortige Meldung und Reaktion auf Datenschutzverletzungen um.

Durch die strikte Einhaltung dieser Schritte kann sichergestellt werden, dass die Implementierung von KI im Gesundheitswesen nicht nur die medizinische Versorgung verbessert, sondern auch den Datenschutz respektiert und stärkt.