
Datenstrategie als Schlüssel zur Smart Factory
Die Integration von Industrie 4.0-Technologien in die Produktionsumgebung schafft die sogenannte "Smart Factory", ein Konzept, das auf der Verbindung und gemeinsamen Nutzung von Daten basiert. Eine Smart Factory zielt darauf ab, Produktionsprozesse effizienter, flexibler und transparenter zu gestalten. Unternehmen, die diesen Ansatz umsetzen, stehen jedoch häufig vor spezifischen Herausforderungen. Drei typische Fehler treten dabei regelmässig auf.
Fehler Nr. 1: Fehlende klare Strategie
Ein häufig beobachteter Fehler ist das Vorantreiben der Digitalisierung ohne eine klar formulierte Strategie. Unternehmen starten oftmals Insellösungen, die auf kurze Sicht Verbesserungen bringen, aber langfristig zu einer fragmentierten IT-Landschaft führen. Die Korrektur dieses Fehlers erfordert eine umfassende Strategie, die alle Abteilungen einbindet und langfristige Ziele festlegt. Es ist ratsam, kleine, aber skalierbare Pilotprojekte innerhalb eines strategischen Rahmens zu entwickeln, die bei Erfolg schrittweise erweitert werden können.
Fehler Nr. 2: Unzureichende Mitarbeitereinbindung
Mitarbeitende als Schlüsselelement des Transformationsprozesses werden oft vernachlässigt. Ohne entsprechende Schulungen und ein klares Verständnis der Vorteile neuer Technologien bleiben diese unter Ausnutzung. Um diesen Fehler zu beheben, sollten Unternehmen kontinuierliche Weiterbildungsprogramme etablieren und Kommunikationsplattformen bereitstellen, auf denen offene Fragen geklärt werden können. Einen interaktiven Ansatz verfolgen, bei dem Mitarbeiter direkt an der Entwicklung und Optimierung beteiligt sind, kann die Akzeptanz erhöhen und die Anwendung der neuen Technologien verbessern.
Fehler Nr. 3: Mangel an Datenintegration
Die Smart Factory lebt von integrierten Datenplattformen, die Echtzeitinformationen bereitstellen. Häufig entsteht jedoch eine Datenfragmentierung, weil verschiedene Systeme nicht miteinander kommunizieren. Um diesen Fehler zu adressieren, sollte bereits in der Planungsphase auf die Kompatibilität und Interoperabilität von Systemen geachtet werden. Ein zentralisiertes Daten-Management-System kann helfen, Informationen effizient zu bündeln und zugänglich zu machen.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Status Quo Analyse (Tag 1–5): Beginnen Sie mit einer umfassenden Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Produktionsprozesse und IT-Landschaft. Ermitteln Sie Stärken, Schwächen und Integrationspotenziale.
- Zukunftsbild entwickeln (Tag 6–10): Definieren Sie ein klares Zukunftsbild für Ihre Smart Factory. Was sollen die digitalen Technologien leisten und welche Ziele wollen Sie damit erreichen? Integrieren Sie dabei alle relevanten Abteilungen in den Strategieentwicklungsprozess.
- Pilotprojekte identifizieren (Tag 11–15): Wählen Sie Bereiche aus, die sich für die Umsetzung von Pilotprojekten eignen. Diese sollten überschaubar, aber aussagekräftig genug sein, um Verbesserungspotenziale zu demonstrieren.
- Mitarbeitende einbinden (Tag 16–20): Entwickeln Sie einen Schulungsplan und setzen Sie eine Kommunikationsstrategie auf, um Mitarbeitende über Ziele und Nutzen des Wandels zu informieren. Schaffen Sie Plattformen für Feedback und Mitgestaltung.
- Datenstrategie überarbeiten (Tag 21–25): Überprüfen Sie Ihre Dateninfrastruktur auf Lücken in der Integration. Wo benötigen Sie Schnittstellen oder ein Upgrade auf zentralisierte Managementsysteme?
- Prüfung und Anpassung (Tag 26–30): Überarbeiten Sie die bisher unternommenen Schritte, basierend auf Feedback und ersten Erfahrungen. Passen Sie die Strategie entsprechend an und planen Sie die nächste Umsetzungsphase.
Durch die systematische Beurteilung und Anpassung bestehender Prozesse eröffnen sich für Schweizer KMU effektive Wege, das Konzept der Smart Factory gewinnbringend zu nutzen.