
Design Thinking für Nutzerzentrierung anwenden
UX & UI Design ·
Design Thinking: Ein Leitfaden für KMU
Design Thinking ist eine vielversprechende Methode, um komplexe Probleme zu lösen und innovative Lösungen zu entwickeln. Vor allem für Schweizer KMUs bietet es eine strukturierte Herangehensweise, um nutzerzentrierte Designs zu entwickeln. Kernaussage dieses Artikels: Durch die Anwendung von Design Thinking können Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen stärker auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ausrichten und damit langfristig Wettbewerbsvorteile erzielen.
Typische Fehler beim Design Thinking
- Unklare Problemdefinition: Viele Teams stürzen sich in den Design Thinking-Prozess, ohne das Problem klar zu definieren. Dies kann zu ungerichteten Lösungen führen, die nicht den tatsächlichen Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Um dies zu korrigieren, sollte zu Beginn des Prozesses ein klares Problemstatement formuliert werden. Es hilft, Stakeholder frühzeitig einzubinden und sicherzustellen, dass alle Beteiligten dasselbe Ziel verfolgen.
- Nicht ausreichend Nutzerfeedback einholen: Es ist ein häufiger Fehler, Nutzerfeedback erst am Ende des Prozesses einzuholen. Dies kann dazu führen, dass Probleme oder Bedürfnisse der Nutzer übersehen werden. Korrigieren lässt sich dieser Fehler durch regelmässige Feedbackschleifen während des gesamten Prozesses. Nutzer sollten aktiv in den Prototyping- und Testphasen eingebunden werden, um sicherzustellen, dass ihre Anforderungen tatsächlich berücksichtigt werden.
- Mangelnde interdisziplinäre Zusammenarbeit: Ein weiterer Fehler ist die isolierte Arbeit innerhalb eines Designs- oder Produktteams. Design Thinking lebt von der Vielfalt der Perspektiven. Um interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern, sollten Teams bewusst gemischt werden und regelmässige, gemeinsame Besprechungen stattfinden.
Handlungsanweisung für die nächsten 14–30 Tage
Woche 1–2: Vorbereitung
- Teamzusammenstellung: Bilden Sie ein interdisziplinäres Team, das sowohl Fachleute aus Design als auch aus anderen relevanten Abteilungen umfasst. Stellen Sie sicher, dass diese Gruppe eine klar definierte Rolle und Verantwortung hat.
- Problemdefinition: Führen Sie Workshops durch, um das zu lösende Problem klar zu definieren. Erstellen Sie ein prägnantes und verständliches Problemstatement.
- Zielgruppenanalyse: Sammeln Sie Daten über Ihre Zielgruppe durch vorhandene Daten, Umfragen oder Marktberichte. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die nächsten Phasen.
Woche 3: Ideation und Prototyping
- Brainstorming-Session: Organisieren Sie kreative Sitzungen, um möglichst viele Ideen für die Lösung des definierten Problems zu entwickeln. Nutzen Sie Techniken wie das Mindmapping oder die „Worst Possible Idea“-Methode, um den kreativen Fluss zu fördern.
- Prototypen entwickeln: Wählen Sie die vielversprechendsten Ideen aus und entwickeln Sie erste Prototypen. Diese sollten einfach und schnell realisiert sein – zum Beispiel als Skizzen, Storyboards oder digitale Mockups.
Woche 4: Testen und Validieren
- Benutzerfeedback einholen: Testen Sie die Prototypen mit echten Nutzern und sammeln Sie deren Feedback. Achten Sie darauf, verschiedene Nutzertypen einzubeziehen.
- Anpassungen vornehmen: Verwenden Sie das erhaltene Feedback, um Ihre Prototypen zu überarbeiten und zu verfeinern. Ermutigen Sie das Team, dabei iterativ vorzugehen und in kurzen Zyklen zu arbeiten.
Durch die strukturierte Anwendung des Design Thinking über den Zeitraum von 30 Tagen können Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen signifikant verbessern und stärker auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden abstimmen. Dies kann zu besseren Geschäftsergebnissen und einer höheren Kundenzufriedenheit führen.