Design Thinking im UX & UI Design anwenden

Autor: Roman Mayr

Design Thinking im UX & UI Design anwenden

UX & UI Design ·

Kernaussage: Die Anwendung von Design Thinking ermöglicht es, nutzerzentrierte Lösungen zu entwickeln, die innovativ und funktional sind.

Design Thinking hat sich als wertvolle Methode erwiesen, um nutzerorientierte und innovative Lösungen zu entwickeln. Gerade im Bereich UX & UI Design ist es essenziell, den Nutzer in den Mittelpunkt zu stellen und dessen Bedürfnisse zu verstehen. Doch bei der Umsetzung von Design Thinking können häufig Fehler auftreten, die den Erfolg der Methode beeinträchtigen.

Typische Fehler bei der Anwendung von Design Thinking

Ein erster häufiger Fehler ist, dass man den Prozess unvollständig oder in falscher Reihenfolge durchläuft. Design Thinking besteht in der Regel aus fünf Phasen: Verstehen, Definieren, Ideenfindung, Prototyping und Testen. Das überspringen oder verwechseln dieser Phasen kann dazu führen, dass Lösungen an den Nutzerbedürfnissen vorbeientwickelt werden. Korrektur: Folgen Sie strikt den vorgegebenen Phasen und erlauben Sie sich genügend Zeit für jede einzelne.

Ein zweiter häufiger Fehler ist das unzureichende Einbeziehen der Nutzer in den Prozess. Ohne tiefgehende Einsichten in die Bedürfnisse und Herausforderungen der Nutzer, kann das finale Produkt mangelhaft ausfallen. Korrektur: Involvieren Sie die Nutzer von Beginn an durch Interviews, Beobachtungen und regelmäßige Tests der Prototypen, um kontinuierlich Feedback einzusammeln.

Ein dritter Fehler besteht darin, die Ideenfindungsphase zu früh zu begrenzen. Oftmals neigen Teams dazu, sich zu schnell auf die erstbeste Idee festzulegen und so potenziell innovativere Lösungen auszuschliessen. Korrektur: Nutzen Sie Brainstorming-Techniken, um eine Vielzahl von Ideen zu generieren und fördern Sie eine Kultur, die das Ausdrücken wildester Gedanken erlaubt.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Vorbereitung (1-3 Tage): Bringen Sie alle Beteiligten auf den gleichen Wissensstand über Design Thinking. Erstellen Sie einen Zeitplan für die fünf Phasen und definieren Sie klare Ziele. Sichern Sie sich die Unterstützung wichtiger Stakeholder.
  2. Phase 1 – Verstehen (3-5 Tage): Führen Sie Nutzerinterviews und Recherchen durch. Vermeiden Sie dabei anfangs zu viele Annahmen, sondern lassen Sie die tatsächlichen Bedarfe der Nutzer zu Ihnen sprechen.
  3. Phase 2 – Definieren (2-3 Tage): Analysieren Sie die gesammelten Daten. Erstellen Sie Personas und definieren Sie das zentrale Problem, das durch Ihr UX/UI-Design gelöst werden soll.
  4. Phase 3 – Ideenfindung (2-4 Tage): Organisieren Sie ein Brainstorming. Achten Sie darauf, dass alle Teammitglieder sich beteiligt fühlen und keine Idee zu früh ausgeschlossen wird. Dokumentieren Sie alle Vorschläge.
  5. Phase 4 – Prototyping (3-5 Tage): Wählen Sie einige vielversprechende Ideen aus und entwickeln Sie einfache Prototypen. Diese müssen nicht perfekt sein, sollen jedoch die Kernelemente der Lösung abbilden.
  6. Phase 5 – Testen (3-5 Tage): Führen Sie Tests mit echten Nutzern durch. Nutzen Sie deren Feedback, um Schwachstellen zu identifizieren und bei Bedarf Rücksprünge in frühere Phasen zu machen.
  7. Reflexion und Anpassung (2-5 Tage): Nehmen Sie sich Zeit, um den gesamten Prozess zu reflektieren. Passen Sie Ihre Vorgehensweise basierend auf den gesammelten Erfahrungen für zukünftige Projekte an.

Durch die Beachtung dieser strukturierten Herangehensweise können Sie Design Thinking effektiv in Ihrem Designprozess integrieren und somit die Wahrscheinlichkeit erhöhen, innovative und nutzerorientierte Lösungen zu entwickeln.