Design Thinking im UX & UI Design verankern

Autor: Roman Mayr

Design Thinking im UX & UI Design verankern

UX & UI Design ·

Design Thinking: Prinzipien erfolgreich integrieren

Design Thinking hat sich als wertvolle Methode zur Lösung komplexer Probleme etabliert. Im Zentrum steht dabei die nutzerzentrierte Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen. Für Schweizer KMUs ist die Methodik besonders interessant, da sie kreative Innovationsprozesse auch mit begrenzten Ressourcen ermöglicht und gleichzeitig marktorientiert bleibt. Die Herausforderung liegt jedoch oft in der korrekten Anwendung. Dieser Artikel beleuchtet typische Fehler und zeigt konkrete Schritte zur effektiven Implementierung in Ihrem Unternehmen.

Typische Fehler und deren Korrekturen

Ein häufiger Fehler bei der Einführung von Design Thinking ist die unzureichende Einbindung der Nutzerperspektive. Unternehmen neigen dazu, Annahmen über Kundenbedürfnisse zu treffen, ohne ausreichendes Feedback von tatsächlichen Nutzern. Um dies zu korrigieren, sollten Sie direkt mit Ihren Kunden interagieren. Organisieren Sie regelmässige Interviews und nutzen Sie Beobachtungen im Feld, um ein präzises Verständnis der Nutzerbedürfnisse zu gewinnen.

Ein weiterer verbreiteter Fehler ist der Missbrauch der Methodenfokussierung. Teams verbringen oft zu viel Zeit mit der Auswahl und Bewertung von Design-Methoden, anstatt sich auf die Lösung des Problems zu konzentrieren. Um dies zu verhindern, empfehlen wir, direkt mit Prototyping und Testphasen zu beginnen. Der iterative Prozess ist entscheidend: Beginnen Sie mit einer einfachen Lösung, holen Sie Feedback ein und verbessern Sie den Prototyp schrittweise.

Zuletzt ist das Fehlen interdisziplinärer Zusammenarbeit ein Hindernis. Design Thinking erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen, was oft unterschätzt wird. Einsilbige Teams verfälschen die Qualität der Ideen. Fördern Sie die Einbindung vielfältiger Perspektiven, indem Sie Workshops organisieren, an denen Vertreter unterschiedlicher Disziplinen teilnehmen.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage

Woche 1: Beginnen Sie mit der Empathiefase. Sammeln Sie Feedback von mindestens 10 echten Nutzern Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung. Nutzen Sie Interviews und Beobachtungen, um die Kundenbedürfnisse zu erfassen. Ernennen Sie einen Verantwortlichen, der die gesammelten Informationen konsolidiert und aufbereitet.

Woche 2: Initiieren Sie ein interdisziplinäres Team. Planen Sie einen Workshop mit Mitarbeitern aus verschiedenen Abteilungen. Stellen Sie sicher, dass das Team ein gemeinsames Verständnis für das Problem entwickelt und beginnen Sie mit Brainstorming-Sitzungen.

Woche 3: Erstellen Sie erste Prototypen basierend auf den identifizierten Nutzerbedürfnissen. Diese sollten einfach und kostengünstig sein, um schnelle Iterationen zu ermöglichen. Testen Sie die Prototypen in einem kleinen Rahmen und sammeln Sie Feedback von realen Nutzern.

Woche 4: Analysieren Sie das gesammelte Feedback gemeinsam mit dem Team und passen Sie die Prototypen entsprechend an. Wiederholen Sie den Testzyklus, um die entwickelten Lösungen zu verfeinern. Dokumentieren Sie die Erkenntnisse und stellen Sie sicher, dass diese in zukünftige Entwicklungsprozesse einfliessen.

Durch diszipliniertes Vorgehen und offene Zusammenarbeit können Sie mit Design Thinking die Innovationsfähigkeit Ihres Unternehmens nachhaltig stärken. Ziel ist es, die Methode als festen Bestandteil Ihrer Entwicklungskultur zu etablieren.