Die Bedeutung von Governance im Data Mesh Ansatz

Autor: Roman Mayr

Die Bedeutung von Governance im Data Mesh Ansatz

Data Fabric & Mesh ·

Daten-Governance im Data Mesh: Ein integraler Bestandteil für den Erfolg

Die Etablierung einer robusten Data Mesh Governance ist entscheidend für den Erfolg von Unternehmen, die Daten als strategisches Asset betrachten. Data Mesh verlagert die klassische, zentralisierte Datenverantwortung hin zu einer dezentralisierten Struktur, in der Domänen eigenverantwortlich und autonom agieren. Dies erfordert neue Ansätze und Praktiken in der Daten-Governance, um sicherzustellen, dass Datenqualität, Sicherheit und Compliance in dieser verteilten Umgebung gewährleistet sind.

Typische Fehler und deren Korrektur

Ein häufiger Fehler bei der Einführung von Data Mesh ist die unzureichende Definition von Verantwortlichkeiten. Dies führt oft zu inkonsistenten Datenpraktiken zwischen den Domänen.

Lösung: Es ist entscheidend, dass klare Governance-Richtlinien erarbeitet werden, die spezifische Verantwortlichkeiten innerhalb jeder Domäne definieren. Dies kann durch die Etablierung von Rollen wie Data Stewards innerhalb der Domänen erreicht werden, die für die Überwachung der Datenqualität und die Einhaltung der Richtlinien verantwortlich sind.

Ein weiterer Fehler ist die Vernachlässigung der Dateninteroperabilität. Ohne einheitliche Standards und Protokolle kann es zu erheblichen Integrationsproblemen kommen, wenn Daten zwischen verschiedenen Domänen ausgetauscht werden.

Lösung: Um dies zu vermeiden, sollten unternehmensweite Standards für Datenformate und -protokolle definiert und implementiert werden. Diese Standards müssen regelmässig überprüft und aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass sie den sich ändernden Geschäfts- und Technologielandschaften gerecht werden.

Schliesslich übersehen viele Unternehmen die Bedeutung einer kontinuierlichen Schulung und Unterstützung ihrer Mitarbeitenden im Kontext von Data Mesh.

Lösung: Regelmässige Schulungen und Workshops für alle betroffenen Teams sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden die Governance-Modelle verstehen und in der Lage sind, diese in ihrem täglichen Arbeitskontext anzuwenden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

Innerhalb der ersten zwei Wochen sollten Unternehmen ein Governance-Team zusammenstellen. Dieses Team besteht idealerweise aus Vertretern jeder Domäne sowie IT- und Sicherheitsfachleuten. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis der Data Mesh Prinzipien und der spezifischen Governance-Notwendigkeiten zu entwickeln.

In den darauffolgenden Wochen sollte das Governance-Team daran arbeiten, eine erste Version der Governance-Richtlinien zu formulieren. Dies sollte die Definition von Rollen und Verantwortlichkeiten, Sicherheitsrichtlinien und eine Strategie zur Gewährleistung der Dateninteroperabilität beinhalten. Gleichzeitig sollte ein Plan für die Schulung der Mitarbeitenden erstellt werden, welcher transparente und durchgängige Kommunikationskanäle sicherstellt.

Sobald diese Grundlagen gelegt sind, ist es ratsam, eine Pilot-Domäne zu identifizieren und die entwickelten Governance-Modelle in einer kleinen, kontrollierten Umgebung zu testen. Durch gezieltes Feedback und iterative Anpassungen kann so ein robustes Governance-Framework geschaffen werden, das langfristig im gesamten Unternehmen ausgerollt werden kann.