Die Kunst des asynchronen Arbeitens

Autor: Roman Mayr

Die Kunst des asynchronen Arbeitens

Remote Work & Collaboration ·

Asynchrones Arbeiten: Effizienz durch Flexibilität
Das asynchrone Arbeiten gewinnt zunehmend an Bedeutung, insbesondere für Unternehmen, die sich im Bereich Remote Work etablieren möchten. Diese Arbeitsweise ermöglicht es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unabhängig von festen Bürozeiten produktiv zu sein, was eine höhere Flexibilität und teilweise auch Effizienz verspricht. Dennoch birgt der Wechsel zu einer asynchronen Arbeitsweise gewisse Herausforderungen, die es zu meistern gilt.

Typische Fehler beim asynchronen Arbeiten

Ein häufiger Fehler ist die fehlende klare Kommunikation der Erwartungen. Mitarbeitende müssen wissen, welche Aufgaben Priorität haben und bis wann diese erledigt sein sollten. Unklare Erwartungen führen zu Missverständnissen und verstärktem Stress, da die Dringlichkeit von Aufgaben unterschiedlich interpretiert wird. Die Korrektur dieses Fehlers liegt in der Festlegung präziser Deadlines und der Priorisierung von Aufgaben in schriftlicher Form, so dass alle Teammitglieder auf dem gleichen Stand sind.

Ein weiterer typischer Fehler ist der Mangel an verbindlichen Prozessen und zu häufige Ad-hoc-Kommunikation. Wird ständig auf dringende Anfragen reagiert, verliert das Team an Produktivität und wird von den eigentlichen Aufgaben abgelenkt. Eine Korrektur ist das Etablieren von festen Kommunikationszeiten und das Sammeln weniger dringender Anfragen für einen späteren Zeitpunkt. Dies kann helfen, einen fokussierten Arbeitsfluss zu ermöglichen.

Ein dritter, weit verbreiteter Fehler ist die Vernachlässigung des richtigen Einsatzes digitaler Tools. Teams verwenden oft zu viele oder unpassende Werkzeuge, was zu einem Bruch im Arbeitsfluss führt. Um dies zu korrigieren, sollte eine klare Richtlinie für die Nutzung der Tools etabliert werden. Die Reduktion auf wenige, dafür gut integrierte Anwendungen kann die Effizienz deutlich verbessern.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage


  1. Analyse und Planung (Tag 1-7): Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Kommunikations- und Arbeitsprozesse. Identifizieren Sie dabei Schwachstellen und Verbesserungspotenziale. Entwickeln Sie auf dieser Basis einen Plan, der klare Kommunikationsrichtlinien, Prioritäten und Zuständigkeiten festlegt.
  2. Einführung von Prozessen (Tag 8-14): Implementieren Sie die neuen Prozesse schrittweise. Stellen Sie sicher, dass alle Teammitglieder über die Änderungen informiert sind und die Erwartungen klar kommuniziert werden. Zentrale Aufgaben sollten verbindliche Deadlines und Prioritäten haben.
  3. Anpassung der digitalen Werkzeuge (Tag 15-21): Evaluieren Sie die derzeit genutzten Tools und beschränken Sie sich auf diejenigen, die für die asynchrone Arbeit wirklich notwendig sind. Schulen Sie das Team im effektiven Einsatz dieser Werkzeuge und stellen Sie sicher, dass alle Zugang zu den erforderlichen Informationen haben.
  4. Feedback und Feinjustierung (Tag 22-30): Sammeln Sie Feedback vom Team, um zu sehen, welche Verbesserungen effektiv sind und wo noch Stolpersteine bestehen. Nehmen Sie nach Möglichkeit kleinere Anpassungen vor, um die Prozesse weiter zu optimieren. Regelmässige Follow-ups sollten eingerichtet werden, um den Fortschritt zu bewerten und kontinuierlich Verbesserungen zu identifizieren.

Durch eine strukturierte Einführung des asynchronen Arbeitens kann ein Unternehmen nicht nur die Flexibilität, sondern auch die Effizienz der Mitarbeitenden erhöhen, ohne dass die Qualität der Arbeit darunter leidet. Ein systematisches Vorgehen und die Bereitschaft zur kontinuierlichen Verbesserung sind hierbei der Schlüssel zum Erfolg.