Die Rolle integrierter Daten in der Smart Factory

Autor: Roman Mayr

Die Rolle integrierter Daten in der Smart Factory

Industrie 4.0 ·

Die Integration der Smart Factory in den Fertigungsprozess verspricht erhebliche Effizienzsteigerungen durch Automatisierung, Vernetzung und Datenanalyse. Doch bei der Umsetzung treten häufig typische Fehler auf, die die Vorteile der Industrie 4.0 schmälern können.

Unzureichende Datenintegration

Ein verbreitetes Problem ist die mangelhafte Integration von Daten unterschiedlicher Systeme und Maschinen. Oftmals existieren Insellösungen, die nicht oder nur unzureichend miteinander kommunizieren. In der Praxis führt dies zu einer unvollständigen Sicht auf den Produktionsprozess und erschwert datengestützte Entscheidungen. Die Lösung liegt in der Einführung einer umfassenden, integrierten Plattform, die Daten aus allen relevanten Quellen konsolidiert. Unternehmen sollten sicherstellen, dass Schnittstellen vorhanden sind, welche den nahtlosen Austausch von Informationen ermöglichen.

Unklare Ziele und fehlende Strategie

Ein weiterer Fehler besteht darin, ohne klare Zielsetzungen und Strategie in die Umstellung auf eine Smart Factory zu starten. Ohne festgelegte KPIs und einen strukturierten Plan fehlt die Orientierung, was zu ineffizienten Implementierungsprozessen führen kann. Unternehmen sollten zu Beginn klar definierte Ziele formulieren, welche die Vorteile der Smart Factory quantitativ und qualitativ messbar machen. Auf dieser Grundlage kann eine Roadmap entwickelt werden, die konkrete Schritte und Meilensteine enthält.

Fehlende Mitarbeiterqualifikation

Häufig wird die Bedeutung der Mitarbeiterqualifikation unterschätzt. Die Einführung neuer Technologien erfordert angepasste Kenntnisse und Fähigkeiten des Personals. Mangelnde Schulung führt zu einer unzureichenden Nutzung der verfügbaren Technologien. Um diesem Problem zu begegnen, sollte ein Schulungsplan entwickelt werden, der Mitarbeiter auf ihre veränderten Aufgaben vorbereitet und kontinuierliche Fortbildung umfasst.

Handlungsanleitung für die nächsten 14-30 Tage


  1. Datenintegration vorantreiben: Analysieren Sie Ihre bestehenden Datenquellen und identifizieren Sie Insellösungen. Entwickeln Sie eine Strategie zur Integration dieser Datenquellen. Beginnen Sie in den nächsten zwei Wochen mit der Evaluierung geeigneter Plattformen und Schnittstellen zur Datenintegration.
  2. Ziele und Strategie entwickeln: Setzen Sie eine Arbeitsgruppe ein, die innerhalb der nächsten 30 Tage klare Ziele für die Smart Factory formuliert. Entwickeln Sie eine Roadmap mit konkreten Schritten zur Umsetzung dieser Ziele. Dies sollte die Ermittlung relevanter KPIs einschliessen.
  3. Mitarbeiterschulung initiieren: Bewerten Sie den Schulungsbedarf Ihrer Mitarbeiter im Hinblick auf den Betrieb der neuen Technologien. Innerhalb von 14 Tagen sollte ein Schulungsplan erstellt werden, der sowohl Einführungskurse als auch regelmässige Fortbildungen vorsieht. Geben Sie den Startschuss für erste Schulungen innerhalb des 30-Tage-Zeitraums.

Durch eine strukturierte Vorgehensweise und die Vermeidung der beschriebenen Fehler können Unternehmen im Rahmen von Industrie 4.0 deutliche Fortschritte in Richtung einer effizienten Smart Factory erzielen.