Digitale Prozessversionierung optimieren

Autor: Roman Mayr

Digitale Prozessversionierung optimieren

IT-gestützte Prozessdokumentation ·

Versionierung digital verwalten: Ein praxisnaher Ansatz

Die digital gestützte Prozessdokumentation ist in modernen Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Eine korrekte Versionierung von Dokumenten ist essenziell, um Konsistenz, Nachvollziehbarkeit und Effizienz sicherzustellen. Trotz ihrer Wichtigkeit wird die Versionierung jedoch häufig vernachlässigt oder fehlerhaft umgesetzt.

Typische Fehler und deren Korrektur

Ein häufiger Fehler ist der Verzicht auf ein klar definiertes Versionskontrollsystem. Ohne eines solchen Systems entstehen häufig Verwirrungen, welches die aktuell gültige Version eines Dokuments ist. Dies kann durch die Implementierung eines zentralen, digitalen Versionsmanagementtools behoben werden. Solche Tools, wie etwa Git oder Subversion, bieten strukturierte Möglichkeiten, verschiedene Versionen eines Dokuments zu managen und Änderungen nachvollziehbar zu dokumentieren.

Ein weiterer verbreiteter Fehler besteht in der unzureichenden Dokumentation von Änderungen. Häufig werden Anpassungen vorgenommen, ohne detaillierte Änderungsprotokolle zu führen. Dies erschwert nicht nur die Rückverfolgbarkeit, sondern auch die Qualitätssicherung. Um diesen Fehler zu korrigieren, sollten klare Protokollierungsrichtlinien eingeführt werden. Jeder dokumentierte Änderungsschritt sollte eine klare Beschreibung und einen nachvollziehbaren Grund beinhalten sowie durch den Verantwortlichen verifiziert werden.

Ein dritter typischer Fehler ist die ungenügende Schulung der Mitarbeitenden im Umgang mit Versionierungstools. Die Folge ist eine inkonsistente Nutzung und eine fehlende Akzeptanz der eingesetzten Systeme. Die Korrektur dieses Problems erfordert gezielte Schulungsmassnahmen, in denen die Wichtigkeit der korrekten Versionierung und die richtige Handhabung der Systeme klar vermittelt werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Assessment der aktuellen Versionierungspraxis: Führen Sie eine Bestandsaufnahme durch. Analysieren Sie, ob eines Ihrer Dokumente eine geregelte Versionierung aufweist, wer dafür verantwortlich ist und welche Tools derzeit verwendet werden.
  2. Implementierung eines Versionskontrollsystems: Basierend auf der Analyse der ersten Woche wählen Sie ein geeigneten Versionskontrollsystem. Beginnen Sie mit einer Testimplementierung in einem kleineren Bereich Ihrer Dokumentation.
  3. Protokollierungsrichtlinien festlegen: Entwickeln Sie klare Richtlinien zur Dokumentation von Änderungen. Diese sollten in einem einfach zugänglichen Dokument festgehalten und allen Mitarbeitenden kommuniziert werden.
  4. Schulung der Mitarbeitenden: Planen Sie Schulungsworkshops zur Einführung des neuen Systems und zur Schulung der Protokollierungsrichtlinien. Ziel ist, ein tieferes Verständnis und eine höhere Akzeptanz der Systeme bei den Mitarbeitenden zu erreichen.
  5. Feedback-Runde und Anpassungen: Nach der Implementierung und initialen Schulung sammeln Sie Feedback von Ihren Mitarbeitenden und optimieren Sie die Systemnutzung und Schulungsinhalte entsprechend.

Die digitale Versionierung ist ein kontinuierlicher Prozess, der regelmässige Überprüfungen und Anpassungen erfordert. Befolgen Sie diese Schritte, um die Qualität Ihrer Prozesse nachhaltig zu verbessern.