Echtzeitanalysen am Rand des Netzwerks

Autor: Roman Mayr

Echtzeitanalysen am Rand des Netzwerks

Edge Analytics ·

Echtzeitanalysen am Edge: Fehler vermeiden und richtig umsetzen

Die Fähigkeit, Echtzeitanalysen direkt am Edge durchzuführen, stellt für viele Schweizer KMU einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar. Der unmittelbare Zugriff auf aktuelle Daten ermöglicht es, schnell auf Veränderungen und Herausforderungen zu reagieren, ohne auf die Verzögerungen zentraler Systeme zu warten. Doch es gibt typische Fehler, die vermieden werden sollten, um den vollen Nutzen dieser Technologie auszuschöpfen.

Typische Fehler bei Echtzeitanalysen am Edge


  1. Ungenügende Rechenleistung der Edge-Geräte
Viele Unternehmen überschätzen die Rechenkapazität ihrer bestehenden Edge-Geräte, was zu Engpässen bei der Datenverarbeitung führen kann. Dies resultiert in langsamen Analysen, die den Vorteil der Echtzeitverfügbarkeit zunichtemachen.

Korrektur: Vor der Implementierung von Edge Analytics sollten KMU eine gründliche Evaluierung ihrer Hardware durchführen. Es empfiehlt sich, gezielt in leistungsfähigere Geräte zu investieren, die auf die Analyseanforderungen abgestimmt sind.

  1. Fehlende Integration in bestehende IT-Strukturen
Ein weiterer häufiger Fehler ist die fehlende oder unzureichende Integration der Edge-Analyselösungen in die bestehenden IT-Infrastrukturen. Ohne nahtlose Verbindung gehen wertvolle Daten oft verloren oder werden nicht richtig genutzt.

Korrektur: Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Edge-Analytics-Systeme vollständig in ihre zentralen Systeme integriert sind. Dies kann durch den Einsatz von APIs oder Middleware erreicht werden, die einen reibungslosen Datenaustausch ermöglichen.

  1. Datensicherheitsrisiken
Da Edge-Geräte oft ausserhalb des zentralen Unternehmensnetzwerks platziert sind, besteht ein erhöhtes Risiko für Datenschutzverletzungen. Dieses Problem wird häufig unterschätzt, was zu schwerwiegenden Sicherheitslücken führen kann.

Korrektur: Die Implementierung robuster Sicherheitsmassnahmen ist unerlässlich. Unternehmen sollten End-to-End-Verschlüsselung, regelmässige Sicherheitsupdates und Zugangskontrollen etablieren, um die Integrität und Sicherheit der analysierten Daten zu gewährleisten.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Tag 1–7: Evaluierung und Planung
  • Beginnen Sie mit einem Assessment der aktuellen Edge-Infrastruktur: Überprüfen Sie die vorhandene Hardware auf Leistungsfähigkeit und Eignung für geplante Echtzeitanalysen.
  • Erstellen Sie einen Plan, um entweder bestehende Geräte aufzurüsten oder neue anzuschaffen.

  1. Tag 8–14: Integration und Testing
  • Entwickeln Sie einen Integrationsplan, der sowohl die technische als auch die organisatorische Perspektive berücksichtigt.
  • Führen Sie erste Integrationstests durch, um sicherzustellen, dass die Edge-Systeme reibungslos mit den zentralen IT-Systemen kommunizieren.

  1. Tag 15–21: Sicherheitsüberprüfung und -implementierung
  • Versetzen Sie sich in Ihren Sicherheitsansatz, identifizieren und bessern Sie potenzielle Schwachstellen aus.
  • Schulen Sie Ihr IT-Personal im Umgang mit Edge-Sicherheitsprotokollen.

  1. Tag 22–30: Monitoring und Anpassung
  • Überwachen Sie die Performance der Echtzeitanalysen und nehmen Sie bei Bedarf Anpassungen vor.
  • Sammeln Sie Feedback von Nutzern und IT-Personal, um kontinuierliche Verbesserungen und Feinanpassungen vornehmen zu können.

Indem KMU diese Schritte befolgen, können sie die Herausforderungen der Edge Analytics meistern und von den unmittelbaren Vorteilen der Echtzeitdatenanalyse profitieren.