Edge Analytics für effiziente Datenübertragung

Autor: Roman Mayr

Edge Analytics für effiziente Datenübertragung

Edge Analytics ·

Datenvolumen vor der Cloud reduzieren

Die effektive Reduktion des Datenvolumens, das an die Cloud übermittelt wird, ist für viele Unternehmen essenziell. Einerseits lassen sich damit Cloud-Kosten deutlich senken, andererseits ermöglicht es eine verbesserte Datenübertragungsrate und geringere Latenzzeiten. Edge Analytics bietet hierfür eine vielversprechende Lösung.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Fehlerhafte Datenaggregation auf der Edge
Vielerorts wird die Verarbeitung vieler Daten mit einem stromlinienförmigen Ansatz durchgeführt, ohne genau zu bestimmen, welche Daten tatsächlich relevant sind. Das Resultat: Überflüssige Datenmengen werden trotzdem an die Cloud gesendet.

Korrektur: Implementieren Sie eine präzise Datenfilterung und -aggregation auf der Edge. Entwickeln Sie Algorithmen, welche die relevanten Daten identifizieren und nur diese – eventuell zusammengefasst oder vorverarbeitet – zur Weiterleitung bestimmen. Nutzen Sie hierfür Machine-Learning-Modelle, um die Unterscheidung zwischen wertvollen und nicht wertvollen Daten zu automatisieren.

  1. Unzureichende Nutzung existierender Edge-Geräte-Speicher
Einige Unternehmen ignorieren die Speicherkapazitäten ihrer Edge-Geräte. Statt die Ergebnisse lokal zwischenzuspeichern und nur verdichtete Ergebnisse zu übertragen, werden rohe Daten ungenutzt an die Cloud gesendet.

Korrektur: Nutzen Sie intelligente Zwischenspeicherlösungen. Integrieren Sie Puffern ein, die einen vorübergehenden Datenspeicher ermöglichen, um Batch-Übertragungen effizient zu gestalten. Überlegen Sie sich gut, welche Daten wirklich persistent gesendet werden müssen.

  1. Vernachlässigung der Datenübertragungsfrequenz
Ein weiteres Problem kann die Frequenz, mit der Daten an die Cloud gesendet werden, darstellen. Häufige und unnötige Übertragungen erhöhen das Datenvolumen erheblich.

Korrektur: Optimieren Sie die Sendeintervalle anhand von festgelegten Parametern und Schwellenwerten, die beim Überschreiten einen Sendeprozess auslösen. Dies kann in vielen Fällen zu einer drastischen Reduktion des zu übermittelnden Datenvolumens führen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

Erste Woche: Führen Sie eine Bestandsaufnahme der aktuellen Datenverarbeitungs- und Übertragungsprozesse durch. Identifizieren Sie alle relevanten Edge-Geräte und deren Einsatzbereiche. Analysieren Sie die derzeit übertragenen Datenmengen und deren Zusammensetzung.

Zweite Woche: Designen Sie ein angepasstes Edge-Analytics-System. Entwickeln Sie erste Filter- und Komprimierungsstrategien. Implementieren Sie eine Pilotlösung auf einem Teil Ihrer Umgebung, um die Effektivität der neuen Filterstrategien zu testen und anzupassen.

Dritte Woche: Evaluieren Sie die Pilotimplementierung. Justieren Sie die Filteralgorithmen basierend auf den gewonnenen Ergebnisse. Beginnen Sie, das System schrittweise auf weitere Geräte oder Datenströme auszuweiten.

Vierte Woche: Führen Sie eine umfassende Überprüfung durch. Dokumentieren Sie die Veränderungen und realisierten Einsparungen. Schulen Sie die zuständigen Mitarbeiter in der Bedienung und Überwachung der Systeme. Planen Sie eine fortlaufende Optimierung und Wartung Ihrer Edge-Analytics-Lösungen ein.

Durch diese gezielten Schritte lässt sich nicht nur das Datenvolumen effizient verringern, sondern auch die Gesamtperformanz der Datenverarbeitung steigern.