Effektive Einführung von IT-Governance in Unternehmen

Autor: Roman Mayr

Effektive Einführung von IT-Governance in Unternehmen

Governance & Compliance ·

Einführung von IT-Governance: Erste Schritte und typische Stolpersteine

Die Implementierung einer effektiven IT-Governance ist ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg und die Compliance eines Unternehmens. Sie stellt sicher, dass die IT-Ressourcen eines Unternehmens optimal genutzt werden, um die Unternehmensziele zu unterstützen und gleichzeitig die Einhaltung rechtlicher und ethischer Standards zu garantieren.

Typische Fehler bei der Einführung von IT-Governance

Unzureichende Einbindung der Geschäftsführung
Ein häufiger Fehler besteht darin, die IT-Governance als rein technische Angelegenheit zu betrachten und die Geschäftsführung nicht aktiv einzubeziehen. Die Korrektur liegt hier in der engen Zusammenarbeit zwischen IT- und Führungsebene, um sicherzustellen, dass IT-Strategien mit den Unternehmenszielen harmonieren. Dies erreicht man durch regelmässige Meetings und Berichterstattungen, um strategische Ziele zu definieren und den Fortschritt zu überwachen.

Fehlende Definition von Rollen und Verantwortlichkeiten
Ein weiterer Stolperstein ist das Fehlen klar definierter Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb der IT-Governance-Struktur. Ohne klare Zuständigkeiten können Prozesse verlangsamt und Verantwortlichkeiten unklar werden. Abhilfe schafft eine sorgfältige Rollenverteilung, die in einem Governance-Framework dokumentiert wird. Dabei ist es wichtig, dass jede Rolle mit entsprechenden Befugnissen ausgestattet und den Beteiligten entsprechend kommuniziert wird.

Ignorieren der spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens
Ebenfalls problematisch ist der Versuch, ein standardisiertes Governance-Modell ohne Anpassung an die spezifischen Abläufe und Bedürfnisse des Unternehmens zu implementieren. Jede Organisation ist einzigartig, und ihre IT-Governance sollte dies widerspiegeln. Eine massgeschneiderte Lösung wird erreicht, indem die besonderen Anforderungen, Risiken und Ressourcen des Unternehmens analysiert und berücksichtigt werden.

Handlungsanleitung für die ersten 14–30 Tage


  1. Bestandsaufnahme durchführen: Beginnen Sie mit einer umfassenden Analyse der aktuellen IT-Strukturen und -Prozesse. Diese Bewertung hilft, Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren.
  2. Ziele und Anforderungen definieren: Arbeiten Sie mit der Geschäftsführung zusammen, um klare Ziele und Anforderungen für die IT-Governance festzulegen. Diese müssen mit den übergreifenden Firmenzielen im Einklang stehen.
  3. Rollen und Verantwortlichkeiten klären: Entwickeln Sie ein klares Organigramm der IT-Governance-Struktur, in dem alle Rollen und deren Verantwortungen festgehalten sind. Kommunizieren Sie diese klar und stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten damit vertraut sind.
  4. Richtlinien und Verfahren ausarbeiten: Erstellen Sie Richtlinien und Verfahren, die auf die spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens zugeschnitten sind. Diese sollten die Nutzung von IT-Ressourcen regulieren und sicherstellen, dass sämtliche Aktivitäten im Einklang mit den Compliance-Vorgaben stehen.
  5. Schulungen organisieren: Planen Sie Schulungen für alle Mitarbeiter, die Teil der IT-Governance sind, um sicherzustellen, dass sie die neuen Prozesse und ihre Verantwortlichkeiten verstehen.
  6. Kommunikationsplan erstellen: Etablieren Sie einen Kommunikationsplan, der regelmäßige Updates und Fortschrittsberichte an die Geschäftsleitung umfasst. Dies fördert Transparenz und unterstützt die kontinuierliche Anpassung der IT-Governance-Massnahmen.

Durch sorgfältige Planung und konsequente Umsetzung dieser Schritte legen Sie den Grundstein für eine robuste IT-Governance, die Ihr Unternehmen für zukünftige Herausforderungen rüstet und die Compliance-Risiken minimiert.