Effektive Kommunikation im Veränderungsprozess

Autor: Roman Mayr

Effektive Kommunikation im Veränderungsprozess

Change Kommunikation ·

Effektive Stakeholder-Information bei Change-Kommunikation

In Veränderungsprozessen ist die gezielte Information der Stakeholder entscheidend für den Erfolg. Ein Grossteil des Change-Scheiterns kann auf unzureichende oder fehlerhafte Kommunikation zurückgeführt werden. Es gilt, Stakeholder nicht nur rechtzeitig, sondern auch kontinuierlich mit relevanten Informationen zu versorgen, um Akzeptanz und Unterstützung zu gewinnen.

Typische Fehler in der Stakeholder-Kommunikation

Ein häufiger Fehler ist, dass Stakeholder nicht frühzeitig genug in den Prozess eingebunden werden. Oft erfolgt die Einbindung erst nach der endgültigen Entscheidung, was dazu führen kann, dass Stakeholder sich übergangen und weniger geneigt fühlen, den Wandel zu unterstützen. Die Korrektur dieses Fehlers besteht darin, Stakeholder schon in der Planungsphase einzubeziehen, um wertvolle Inputs zu sammeln und ein Gefühl der Teilhabe zu erzeugen.

Ein weiterer Fehler besteht darin, Informationen zu allgemein oder abstrakt zu kommunizieren. Dies führt dazu, dass Stakeholder den Einfluss der Veränderungen auf ihre spezifischen Bereiche nicht klar wahrnehmen. Um dies zu vermeiden, sollten Informationen gezielt auf die Bedürfnisse und Interessen der Stakeholder zugeschnitten werden, und konkrete Beispiele oder Szenarien genutzt werden, um die Relevanz des Wandels zu verdeutlichen.

Ein dritter häufiger Fehler ist der Mangel an fortlaufender Kommunikation. Veränderungsprozesse sind dynamisch und erfordern ständige Anpassungen. Wenn Stakeholder nur unregelmässig informiert werden, kann dies zu Misstrauen und Widerständen führen. Die Korrektur dieses Problems liegt in der Etablierung eines kontinuierlichen Kommunikationsprozesses, der regelmässige Updates und Feedback-Schleifen umfasst.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Stakeholder-Analyse durchführen: Identifizieren Sie alle relevanten Stakeholder und analysieren Sie deren Informationsbedürfnisse und Einfluss auf den Change-Prozess. Diese Analyse legt den Grundstein für gezielte Kommunikationsstrategien.
  2. Kommunikationsplan erstellen: Entwickeln Sie einen detaillierten Kommunikationsplan, der darauf abzielt, Stakeholder frühzeitig und regelmässig mit relevanten Informationen zu versorgen. Berücksichtigen Sie dabei die Kommunikationspräferenzen der verschiedenen Stakeholder-Gruppen.
  3. Frühzeitige Einbindung: Beginnen Sie mit der Einbindung der Stakeholder so früh wie möglich in die Prozessplanung, um deren Bedenken und Vorschläge zu berücksichtigen. Dies fördert das Vertrauen und die Unterstützung für den Change-Prozess.
  4. Gezielte Informationskampagnen starten: Entwickeln Sie spezifische Botschaften für unterschiedliche Stakeholder-Gruppen mit Bezug auf ihre jeweiligen Interessen und Bedenken. Nutzen Sie klare, konkrete Beispiele, um die Vorteile und Auswirkungen der Veränderungen zu verdeutlichen.
  5. Kontinuierliche Kommunikation sicherstellen: Etablieren Sie regelmässige Kommunikationskanäle, wie z.B. wöchentliche Updates, Newsletter oder Besprechungen, um die Stakeholder über den Fortschritt und eventuelle Anpassungen zu informieren. Nutzen Sie diese Gelegenheiten auch, um Feedback einzuholen und daraus resultierende Einsichten in den weiteren Prozess zu integrieren.

Durch eine strukturierte und gezielte Informationsverteilung wird die Akzeptanz des Wandels gestärkt, was wesentlich zur erfolgreichen Durchführung eines Change-Prozesses beiträgt.