Effektive Methoden zur Messung der Prozessqualität

Autor: Roman Mayr

Effektive Methoden zur Messung der Prozessqualität

Qualitätsmanagement ·

Prozessqualität in einem Unternehmen ist entscheidend für den langfristigen Erfolg. Die Messung dieser Qualität ermöglicht es, Schwachstellen zu identifizieren und zielgerichtete Verbesserungen einzuleiten. Doch oft treten bei der Erfassung und Bewertung von Prozessqualität typische Fehler auf, die das Potenzial zur Prozessverbesserung erheblich einschränken können.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Unklare Messkriterien: Ein häufiger Fehler bei der Messung der Prozessqualität ist der Einsatz unklarer oder unzureichend definierter Messkriterien. Ohne klar definierte Standards ist es äusserst schwierig, Prozesse objektiv zu bewerten. Die Korrektur dieses Fehlers erfordert die Entwicklung spezifischer, messbarer und realistischer Kriterien. Dokumentieren Sie klar, welche Aspekte der Prozesse bewertet werden sollen und warum diese Aspekte wichtig sind.
  2. Ignorieren des Mitarbeiterfeedbacks: Die Meinung der Mitarbeitenden wird häufig nicht genügend berücksichtigt. Ihre Einsichten sind jedoch entscheidend, da sie direkt an den Prozessen beteiligt sind. Dieser Fehler kann korrigiert werden, indem regelmässige Feedback-Runden eingeführt werden, die allen Mitarbeitenden die Möglichkeit geben, ihre Erfahrungen und Vorschläge einzubringen. Schaffen Sie eine offene Kommunikationskultur und etablieren Sie klare Kanäle, um dieses Feedback zu erfassen und zu analysieren.
  3. Fehlende kontinuierliche Überwachung: Ein weiteres Problem ist die einmalige oder sporadische Überprüfung der Prozessqualität. Qualität muss kontinuierlich überwacht werden, um langfristige Verbesserungen zu erzielen. Um diesen Fehler zu beheben, sollten regelmässige Überprüfungsintervalle definiert werden. Verwenden Sie Tools und Technologien, die eine stetige Datenerfassung ermöglichen und auf Trends oder Abweichungen hinweisen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analyse der aktuellen Situation (Tag 1-5): Beginnen Sie mit einem umfassenden Audit der bestehenden Prozesse und der verwendeten Messmethoden. Identifizieren Sie Lücken, Fehler und Bereiche mit Verbesserungspotenzial.
  2. Entwicklung klarer Messstandards (Tag 6-10): Erstellen Sie ein Set klar definierter Messkriterien, die auf Ihre spezifischen Prozesse abgestimmt sind. Diese Standards sollten sowohl qualitative als auch quantitative Aspekte berücksichtigen.
  3. Etablierung einer Feedback-Kultur (Tag 11-15): Organisieren Sie Workshops oder Meetings, um das Feedback der Mitarbeitenden strukturiert zu erheben. Fördern Sie eine Umgebung, in der alle Beteiligten offen ihre Meinung äussern können.
  4. Einführung eines Überwachungssystems (Tag 16-20): Implementieren Sie ein IT-System oder ein anderes geeignetes Tool, das fortlaufend Daten zu den definierten Kriterien erhebt. Dies sollte automatisiert und einfach zu interpretieren sein.
  5. Erste Ergebnisse auswerten und kommunizieren (Tag 21-30): Analysieren Sie die erfassten Daten, teilen Sie die Erkenntnisse mit allen relevanten Beteiligten und erarbeiten Sie erste Optimierungsvorschläge. Dies fördert Transparenz und die Akzeptanz für erforderliche Veränderungen.

Durch die systematische Umsetzung dieser Schritte in den ersten 30 Tagen legen Sie den Grundstein für eine fundierte und kontinuierliche Bewertung Ihrer Prozessqualität. Dies führt langfristig zu nachhaltigen Verbesserungen in Ihrer Organisation.