
Effektive Priorisierung von KI-Use-Cases im Unternehmen
Generatives KI-Use-Case-Portfolio: Effektive Priorisierung als Erfolgsfaktor
Die erfolgreiche Einführung von generativer KI in einem Unternehmen hängt massgeblich davon ab, wie gut das Use-Case-Portfolio priorisiert wird. Eine durchdachte Priorisierung ermöglicht es, schnellstmöglich Mehrwert zu generieren und wertvolle Ressourcen auf die erfolgversprechendsten Anwendungen zu konzentrieren.
Typische Fehler bei der Priorisierung
Fehler 1: Fehlende Klarheit bei den Geschäftszielen
Oftmals wird bei der Einführung von generativer KI nicht ausreichend berücksichtigt, welche Unternehmensziele die neuen Technologien unterstützen sollen. Ohne klare Zielvorgaben fokussieren sich Teams auf interessante, aber nicht unbedingt wertschöpfende Use-Cases.
Lösung: Definieren Sie zu Beginn klare Geschäftsziele, die durch den Einsatz generativer KI erreicht werden sollen. Diese sollten sowohl kurz- als auch langfristig ausgerichtet sein. Jede Priorisierungsentscheidung sollte sich daran messen lassen, welchen Beitrag ein Use-Case zu diesen Zielsetzungen erbringt.
Fehler 2: Unterschätzung der Umsetzungsfähigkeit
Ein weiterer häufig begangener Fehler ist die Vernachlässigung der Umsetzungsfähigkeit. Selbst wenn ein Use-Case theoretisch vielversprechend erscheint, kann er an mangelnden Ressourcen oder fehlender technischer Infrastruktur scheitern.
Lösung: Bewerten Sie jeden Use-Case nicht nur nach dem potenziellen Nutzen, sondern auch nach der Machbarkeit. Berücksichtigen Sie dabei Faktoren wie vorhandene Daten, technische Infrastruktur, benötigte Talente und bestehende Prozesse. Stellen Sie sicher, dass für die Priorisierung auch Experten aus verschiedenen Unternehmensbereichen konsultiert werden, um ein realistisches Bild zu erhalten.
Fehler 3: Ignorieren von Risiken
Generative KI-Use-Cases sind häufig mit spezifischen Risiken verbunden, etwa in Bezug auf Datenschutz oder ethische Fragestellungen. Ein prioritär umgesetzter Use-Case könnte problematisch werden, wenn diese Risiken ausser Acht gelassen werden.
Lösung: Entwickeln Sie ein Bewertungsschema, das auch eine umfassende Risikoanalyse beinhaltet. Identifizieren Sie mögliche Risiken frühzeitig und bewerten Sie, wie gut diese gehandhabt werden können. Achten Sie darauf, dass die Priorisierungsentscheidung nicht nur auf wirtschaftlichen Gesichtspunkten basiert, sondern auch auf der Akzeptanz durch Stakeholder und Einhaltung regulatorischer Vorgaben.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Schritt 1: Ziele klären
- Schritt 2: Use-Cases sammeln und bewerten
- Schritt 3: Priorisierungsrahmen entwickeln
- Schritt 4: Priorisierung durchführen
- Schritt 5: Pilotprojekte starten
Durch stringente Vorgehensweise und eine klare Fokussierung auf Zielorientierung, Machbarkeit und Risiko können Unternehmen gezielt von der Implementierung generativer KI profitieren.