Effektive Strategie zur Senkung von Fehlerkosten

Autor: Roman Mayr

Effektive Strategie zur Senkung von Fehlerkosten

Qualitätsmanagement ·

Fehlerkosten im Qualitätsmanagement senken: Ein praktischer Ansatz

Fehlerkosten im Qualitätsmanagement können eine bedeutende Belastung für KMUs darstellen. Ziel ist es, diese zu senken, um die Effizienz zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Folgenden werden typische Fehler und deren Korrektur besprochen, gefolgt von einer Handlungsanleitung für einen Zeitraum von 14 bis 30 Tagen.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Unzureichende Fehleranalyse: Oftmals wird die Fehleranalyse ungenau durchgeführt, was dazu führt, dass die Ursachen nicht korrekt identifiziert und beseitigt werden. Um dies zu beheben, sollten KMUs sicherstellen, dass jede Abweichung im Produktionsprozess systematisch analysiert wird. Der Einsatz von Methoden wie der 5-Why-Analyse kann hilfreich sein, um tieferliegende Ursachen zu ergründen und nicht nur Symptome zu behandeln.
  2. Mangelnde Mitarbeiterschulung: Ein weiterer häufiger Fehler besteht in der unzureichenden Schulung der Mitarbeitenden. Unkenntnis oder Missverständnisse können zu Fehlern führen, die vermeidbar wären. Daher ist es wichtig, regelmässige Schulungen zu implementieren, die nicht nur Fertigkeiten auffrischen, sondern auch das Bewusstsein für Qualität erhöhen. Mitarbeitende sollten sowohl in den Prozessen wie auch im Umgang mit spezifischen Technologien oder Maschinen geschult werden.
  3. Fehlende Dokumentation von Prozessen: Ohne eine klar dokumentierte Ablauffolge ist die Gewährleistung eines einheitlichen Qualitätsstandards schwierig. Mit einer umfassenden Prozessdokumentation kann sichergestellt werden, dass alle Mitarbeitenden auf derselben Grundlage arbeiten. Zudem ermöglicht dies eine leichtere Identifikation von Schwachstellen und die Implementierung entsprechender Verbesserungen.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage

Woche 1–2:


  • Durchführen einer Ist-Analyse: Beginnen Sie mit einer umfassenden Analyse aller bestehenden Qualitätsprozesse. Identifizieren Sie die Bereiche, in denen es gehäuft zu Fehlern kommt.
  • Erstellen eines Aktionsplans: Nach der Analyse sollte ein Aktionsplan erstellt werden, der gezielte Massnahmen zur Behebung der festgestellten Fehler beinhaltet. Legen Sie dabei konkrete Verantwortlichkeiten und Zeitpläne fest.

Woche 3–4:


  • Implementierung der Massnahmen: Starten Sie die Umsetzung der geplanten Massnahmen. Dabei ist es wichtig, die Mitarbeitenden frühzeitig einzubeziehen und die Änderungen klar zu kommunizieren.
  • Vorbereitung und Durchführung von Schulungen: Organisieren Sie Schulungen, um die Mitarbeitenden mit den neuen oder aktualisierten Prozessen vertraut zu machen. Achten Sie darauf, die Inhalte praxisnah und verständlich zu gestalten.
  • Regelmässiges Feedback einholen: Führen Sie nach der Implementierung der Massnahmen regelmässig Feedbackgespräche mit den Mitarbeitenden. Dies hilft, potenzielle Stolpersteine frühzeitig zu erkennen und Anpassungen vorzunehmen.

Die konsequente Anwendung dieser Schritte kann dazu beitragen, Fehlerkosten nachhaltig zu senken und die Qualität der Produkte oder Dienstleistungen zu verbessern. Ziel muss es sein, eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung zu etablieren, die das Unternehmen langfristig stärkt.