Effektive Strategien für LLM-Policy-Frameworks

Autor: Roman Mayr

Effektive Strategien für LLM-Policy-Frameworks

LLM-Sicherheit & Governance ·

Ein effektives Policy-Framework bildet das Rückgrat für die Sicherheit und Governance von Language Model Modellen (LLMs) in KMUs. Es ermöglicht nicht nur eine klare Strukturierung der Verantwortlichkeiten, sondern dient auch als Grundlage für regelmässige Audits zur Sicherstellung der Compliance und Effektivität. Trotz seiner zentralen Rolle gibt es typische Fehler, die bei der Implementierung eines solchen Frameworks häufig auftreten. Diese Fehler zu identifizieren und zu korrigieren, ist entscheidend für den reibungslosen Betrieb und die Sicherheit der Systeme.

Typische Fehler bei der Implementierung eines Policy-Frameworks

Ein häufiger Fehler besteht darin, dass Policies zu allgemein und nicht auf die spezifischen Bedürfnisse und Kontexte des Unternehmens zugeschnitten sind. Diese generischen Vorgaben neigen dazu, unwirksam zu sein und den Mitarbeitenden wenig Orientierung zu geben. Um dies zu korrigieren, sollten Policies so formuliert werden, dass sie spezifische Szenarien adressieren, die tatsächlich im Unternehmen auftreten können. Dies erfordert eine gründliche Analyse der operativen Abläufe und der spezifischen Risikofaktoren des Unternehmens.

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Fehlen regelmässiger Aktualisierungen und Audits. Policies und Richtlinien, die einmal erstellt und dann nicht mehr überprüft werden, können schnell veralten, besonders in einem technologisch dynamischen Umfeld wie jenem der LLMs. Hier ist es wichtig, ein festgelegtes Verfahren für die regelmässige Überprüfung und Aktualisierung der Policies zu etablieren. Dies sollte mindestens jährlich, besser noch halbjährlich erfolgen und sowohl technologische Innovationszyklen als auch regulatorische Änderungen berücksichtigen.

Schliesslich kommt es oftmals zu Versäumnissen in der Dokumentation von Prozessen und Auditergebnissen. Ohne eine klare Dokumentation können wertvolle Erkenntnisse verloren gehen und die Nachvollziehbarkeit von Compliance-Massnahmen leidet. Um dies zu vermeiden, sollten klare Prozesse für die Dokumentation festgelegt werden, die auch im Audit-Protokoll festgehalten werden müssen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Bedarfsanalyse durchführen: Starten Sie in den nächsten sieben Tagen mit einer umfassenden Analyse, welche spezifischen Anforderungen Ihre LLM-Policy erfüllen muss. Dazu gehört das Sammeln von Daten über aktuelle Geschäftsprozesse, Risikoanalysen und bestehende Compliance-Vorgaben.
  2. Entwicklung und Anpassung der Policies: Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse sollten Sie in der darauffolgenden Woche gezielt Policies entwickeln oder bestehende anpassen. Achten Sie dabei darauf, dass die Policies praxisnah und leicht verständlich sind.
  3. Auditplan erstellen: Innerhalb der folgenden Woche sollten Sie einen klaren Auditplan entwickeln. Legen Sie fest, wie und wann Audits durchgeführt werden, welche Kriterien dabei berücksichtigt werden und wie die Ergebnisse dokumentiert und genutzt werden sollen.
  4. Schulung der Mitarbeitenden: Über den gesamten Zeitraum hinweg und insbesondere in der vierten Woche sollten Sie sicherstellen, dass alle relevanten Mitarbeitenden geschult werden. Dies umfasst die Vermittlung der neuen Richtlinien sowie die Einbindung in den Auditprozess.

Indem Sie diese Schritte befolgen, legen Sie ein solides Fundament für ein effektives Policy-Framework und sichern die langfristige Stabilität und Sicherheit Ihrer LLM-Infrastruktur.