
Effektive Strategien zur Lieferantenbewertung
Eine sorgfältige Bewertung von Lieferanten ist ein essenzieller Bestandteil des Einkaufsmanagements und hilft Unternehmen, Lieferketten effizienter zu gestalten, Risiken zu minimieren und die Qualität der beschafften Waren und Dienstleistungen sicherzustellen. Dennoch schleichen sich im Bewertungsprozess häufig Fehler ein, die sich negativ auf die gesamten Geschäftsabläufe auswirken können. Eine strukturierte Herangehensweise und die Vermeidung typischer Fehler sind entscheidend für eine effektive Lieferantenbewertung.
Typische Fehler bei der Lieferantenbewertung
Erstens, eine unzureichende Datengrundlage: Viele Unternehmen verlassen sich bei der Beurteilung ihrer Lieferanten auf unvollständige oder unsystematisch erhobene Daten. Fehlende oder falsche Daten können zu einer verzerrten Bewertung führen und die Entscheidungsfindung beeinträchtigen. Die Korrektur dieses Fehlers besteht darin, ein umfassendes und systematisches Datenerfassungssystem zu implementieren. Dazu gehört das Einholen von Informationen zu Preisen, Lieferzeiten, Qualität und Serviceleistungen der Lieferanten.
Zweitens, der Mangel an klaren Bewertungskriterien: Ohne klar definierte Kriterien wird die Bewertung ungenau und subjektiv. Unternehmen sollten klare, messbare Kriterien formulieren, die auf den spezifischen Bedürfnissen und Prioritäten des Unternehmens basieren. Dies kann beispielsweise die Einhaltung von Lieferterminen, die Qualität der gelieferten Produkte oder der Innovationsgrad des Lieferanten umfassen.
Drittens, die Vernachlässigung der regelmässigen Überprüfung: Ein einmaliges Bewertungsverfahren reicht oft nicht aus, um die langfristige Leistung eines Lieferanten sicherzustellen. Die regelmässige Überprüfung der Lieferanten ermöglicht es dem Unternehmen, Änderungen in der Leistung wahrzunehmen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Der Fehler wird korrigiert, indem ein regelmässiger Bewertungszyklus etabliert wird, etwa quartalsweise oder halbjährlich.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Datenerhebung starten: Beginnen Sie innerhalb der nächsten zwei Wochen mit der systematischen Erfassung aller relevanten Leistungsdaten Ihrer wesentlichen Lieferanten. Stellen Sie sicher, dass Ihr Team Zugriff auf ein einheitliches Erfassungstool hat und geschult ist, dieses effektiv zu nutzen.
- Bewertungskriterien festlegen: Innerhalb der nächsten drei Wochen sollten Sie klare Bewertungskriterien entwickeln. Diese Kriterien sollten objektiv und messbar sein und mit den strategischen Zielen Ihres Unternehmens in Einklang stehen. Konsultieren Sie entsprechende Fachabteilungen, um sicherzustellen, dass die Bewertungsmatrix umfassend und relevant ist.
- Bewertungsabläufe definieren: Setzen Sie zum Monatsende einen planmässigen Bewertungsablauf auf, bei dem alle relevanten Daten zusammengeführt und anhand der festgelegten Kriterien ausgewertet werden. Dabei sollten Sie auch festlegen, wie häufig eine Neubewertung stattfinden soll, um die Regelmässigkeit zu gewährleisten.
Indem Sie diese Schritte konsequent umsetzen, verbessern Sie die Transparenz und Objektivität Ihres Lieferantenbewertungsprozesses und schaffen eine solide Grundlage für strategische Einkaufsentscheidungen.