Effiziente Auditvorbereitung für Unternehmen

Autor: Roman Mayr

Effiziente Auditvorbereitung für Unternehmen

Governance & Compliance ·

Effiziente Auditvorbereitung: Vermeidung typischer Fehler

Eine gründliche Vorbereitung auf ein Audit ist entscheidend für den Erfolg und die reibungslose Abwicklung. Die wichtigsten Aspekte sind die Vollständigkeit und Genauigkeit der Dokumentation sowie die systematische Organisation der Abläufe. Durch die Vermeidung häufiger Fehler kann ein Unternehmen sicherstellen, dass es die Anforderungen des Audits erfüllt und mögliche Probleme frühzeitig angeht.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Unvollständige Dokumentation
Ein häufiger Fehler ist die unvollständige oder veraltete Dokumentation von Prozessen und Richtlinien. Diese Lücken können während eines Audits zu unangenehmen Rückfragen und Verzögerungen führen.
Korrektur: Führen Sie regelmässige Überprüfungen und Aktualisierungen Ihrer Dokumentationen durch. Erstellen Sie eine Checkliste der erforderlichen Dokumente, und stellen Sie sicher, dass alle relevanten Informationen vorhanden und aktuell sind. Weise Sie spezifische Verantwortlichkeiten zur Pflege dieser Dokumente zu.
  1. Unübersichtliche Abläufe
In vielen Unternehmen sind die vorhandenen Prozesse nicht eindeutig definiert oder unklar dokumentiert. Dies kann zu Missverständnissen und ineffizientem Arbeiten führen.
Korrektur: Stellen Sie sicher, dass alle Prozesse klar beschrieben und jeder Schritt nachvollziehbar ist. Setzen Sie Prozessdiagramme ein, um die Abläufe anschaulich und verständlich darzustellen. Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden regelmässig zu den relevanten Abläufen und der Bedeutung ihrer Rolle im Auditprozess.
  1. Unzureichende Kommunikation
Fehlende oder unklare Kommunikation während der Vorbereitungsphase eines Audits kann dazu führen, dass wichtige Informationen übersehen oder melderelevante Aspekte nicht beachtet werden. Dies kann die Effizienz und Effektivität des Audits beeinträchtigen.
Korrektur: Implementieren Sie klare Kommunikationsstrategien vor einem Audit. Planen Sie Besprechungen zur Festlegung von Zielen und Aufgabenverteilungen. Halten Sie regelmässige Update-Meetings ab, um den Fortschritt zu überwachen und sofort auf mögliche Probleme reagieren zu können.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Tag 1–7: Bestandsaufnahme und Planung
Beginnen Sie mit einer umfassenden Bestandsaufnahme der notwendigen Anforderungen und der bisherigen Dokumentation. Erstellen Sie eine detaillierte Planung, welche Aufgaben in welcher Reihenfolge zu erledigen sind. Identifizieren Sie Verantwortlichkeiten innerhalb Ihres Teams und stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten über ihre Aufgaben informiert sind.
  1. Tag 8–14: Dokumentationspflege und Schulung
Überprüfen und aktualisieren Sie alle relevanten Dokumentationen. Setzen Sie Schulungen für das Audit-Team an, um alle auf den neuesten Stand zu bringen. Nutzen Sie diese Zeit, um potenzielle Schwachstellen in Prozessen zu identifizieren und eventuell notwendige Anpassungen vorzunehmen.
  1. Tag 15–21: Simuliertes Audit und Feedbackrunde
Führen Sie ein simuliertes Audit durch, um mögliche Schwachstellen zu erkennen und zu beheben. Nutzen Sie das Feedback zur weiteren Optimierung der Vorbereitung. Achten Sie darauf, dass alle Teammitglieder mit den erarbeiteten Anpassungen vertraut sind.
  1. Tag 22–30: Abschlussvorbereitung und Feinabstimmung
Finalisieren Sie alle Dokumentationen und klären Sie letzte Unklarheiten. Führen Sie abschliessende Abstimmungen mit den Teamleitern durch, um sicherzustellen, dass jeder Aspekt des Audits sorgfältig vorbereitet ist. Organisieren Sie eine abschliessende Besprechung, um die letzten Details und Taktiken für den bevorstehenden Audit zu besprechen.

Durch diese strukturierte Vorgehensweise kann ein Unternehmen optimal auf ein Audit vorbereitet sein und die Stolperfallen unzureichender Vorbereitung erfolgreich umgehen.