Effiziente Cloud-Kostenprognosen mit KI

Autor: Roman Mayr

Effiziente Cloud-Kostenprognosen mit KI

Cloud-Kostenoptimierung ·

Die Vorhersage von Cloud-Ausgaben mit Künstlicher Intelligenz bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre IT-Kostenstruktur effizienter zu gestalten und Überraschungen bei den Rechnungen zu vermeiden. Der gezielte Einsatz von KI kann die Ausgabenprognosen verlässlicher machen und Einsparpotenziale aufdecken. Im Folgenden werden typische Fehler beleuchtet und konkrete Schritte zur Optimierung aufgezeigt.

Typische Fehler bei der Vorhersage von Cloud-Ausgaben

Ein häufig auftretender Fehler ist die Nutzung von unzureichenden oder veralteten Daten als Entscheidungsgrundlage. Unternehmen verlassen sich oft auf historische Daten, ohne aktuelle Entwicklungen wie Änderungen im Nutzungsverhalten oder neue Cloud-Services zu berücksichtigen. Die Folge sind ungenaue Prognosen, die nicht die tatsächlichen Bedürfnisse und Kosten widerspiegeln.

Ein weiterer Fehler besteht darin, die zugrundeliegenden Algorithmen und Modelle nicht ausreichend auf die spezifischen Anforderungen des Unternehmens abzustimmen. Standardisierte Algorithmen bieten eine gute Grundlage, doch müssen sie individuell angepasst werden, um präzise Vorhersagen liefern zu können. Ohne diese Feinabstimmung können die Vorhersagen unzuverlässig sein.

Schliesslich wird oft vergessen, externe Faktoren wie saisonale Schwankungen oder geplante Geschäftserweiterungen in die Prognosen zu integrieren. Diese Aspekte können die Cloud-Nutzung signifikant beeinflussen und sollten daher in den Modellen berücksichtigt werden.

Korrektur dieser Fehler

Um die Datenbasis zu verbessern, sollten Unternehmen sicherstellen, dass ihre Datensätze kontinuierlich aktualisiert und bereinigt werden. Moderne Datenmanagement-Tools können hierbei unterstützen, indem sie automatisch relevante Daten aus unterschiedlichen Quellen aggregieren und aufbereiten.

Die Anpassung von Modellen und Algorithmen erfordert tiefes technisches Verständnis und die Bereitschaft, kontinuierlich zu optimieren. Es kann sinnvoll sein, interne Teams in Data Science oder KI zu schulen oder externe Experten hinzuzuziehen, um die Algorithmen optimal abzustimmen.

Zur Berücksichtigung externer Einflussfaktoren sollten Unternehmen in einem ersten Schritt ihre Geschäftsplanung mit einbeziehen und Szenarien berechnen, die unterschiedliche Entwicklungen simulieren. Auch die Implementierung von regelmässigen Überprüfungsintervallen kann dazu beitragen, die Modelle dynamisch anzupassen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Datenprüfung und -aufbereitung
Starten Sie damit, Ihre Cloud-Nutzungsdaten der letzten Monate zu sammeln und auf Vollständigkeit sowie Relevanz zu prüfen. Nutzen Sie gegebenenfalls Tools zur Datenbereinigung und prüfen Sie die Implementierung automatischer Aktualisierungsmechanismen.
  1. Modellanpassung und -validierung
Analysieren Sie die aktuellen Algorithmen und prüfen Sie, inwiefern sie an die spezifischen Bedürfnisse Ihres Unternehmens angepasst werden können. Validieren Sie die Aktualität und die Genauigkeit der genutzten Modelle, indem Sie historische Daten mit tatsächlichem Verbrauch abgleichen.
  1. Integration externer Variablen
Erstellen Sie Szenarien, die unterschiedliche externe Faktoren wie saisonale Schwankungen abbilden. Implementieren Sie ein Monitoring, das kontinuierlich relevante Änderungen in der Cloud-Nutzung aufnimmt und in die Modelle integriert.
  1. Pilotphase und Evaluation
Beginnen Sie mit einer Pilotphase, bei der die neuen Modelle im kleinen Massstab getestet und deren Prognosen mit den tatsächlichen Ausgaben verglichen werden. Beobachten Sie die Pilotphase eng und nehmen Sie notwendige Anpassungen vor.

Diese Schritte sind darauf ausgelegt, Cloud-Ausgaben nachhaltiger zu gestalten und durch präzise Vorhersagen langfristig zu optimieren. Regelmässige Überprüfungen und Anpassungen sind entscheidend, um flexibel auf Veränderungen reagieren zu können.