Effiziente Kostenstellensteuerung im KMU-Umfeld

Autor: Roman Mayr

Effiziente Kostenstellensteuerung im KMU-Umfeld

Finanz- & Controlling-Prozesse ·

Optimierung der Steuerung von Kostenstellen für KMU

Die präzise Steuerung von Kostenstellen ist entscheidend für die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens. Ein klarer Überblick über die anfallenden Kosten ermöglicht es, Einsparpotenziale zu erkennen und strategische Entscheidungen fundierter zu treffen. Folgend werden typische Fehler in der Steuerung von Kostenstellen dargestellt und korrigiert, ergänzt durch eine Handlungsanleitung zur Verbesserung innerhalb von 14 bis 30 Tagen.

Typische Fehler in der Kostenstellensteuerung


  1. Unzureichende Definition von Kostenstellen
Ein häufiger Fehler ist die unklare oder gar fehlende Definition von Kostenstellen. Ohne klare Abgrenzung und Zuordnung von Kosten ist es schwierig, Transparenz über die Kostenstruktur zu erlangen. Dies führt oft zu ineffizienten Ressourcenallokationen und erschwert die Ursachenanalyse bei Kostenüberschreitungen.

Korrektur: Unternehmen sollten ihre Kostenstrukturen überprüfen und sicherstellen, dass jede Kostenstelle bewusst definiert und dokumentiert ist. Es empfiehlt sich, die Verantwortlichkeiten klar zuzuweisen und die Schnittstellen zwischen den Kostenstellen zu optimieren, um Überschneidungen zu vermeiden.

  1. Vernachlässigung regelmässiger Kontrollen
Ein weiterer häufiger Fehler ist das Versäumnis, Kostenstellen regelmässig zu überprüfen und zu kontrollieren. Ohne kontinuierliches Monitoring kann es zu überraschend hohen Abweichungen der geplanten Budgets kommen.

Korrektur: Implementierung eines regelmässigen Turnus für Kostenstellenaudits ist entscheidend. Mindestens monatlich sollten die Kostenentwicklungen überprüft werden, um rechtzeitig korrigierende Massnahmen einleiten zu können.

  1. Fehlende Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen
Veränderungen im Unternehmensumfeld oder in der Unternehmensstruktur werden häufig nicht in den Kostenstellenplänen berücksichtigt. Dies führt zu veralteten Budgetzuteilungen und ineffizienter Mittelverwendung.

Korrektur: Unternehmen müssen ihre Kostenstellenstruktur regelmässig an veränderte interne und externe Bedingungen anpassen. Dazu gehört ein wachsames Auge auf Markttrends und interne Veränderungen, um die Budgetpläne zeitgerecht anzupassen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analyse und Dokumentation betreiben (Tage 1–7)
Beginnen Sie mit einer umfassenden Analyse Ihrer aktuellen Kostenstellenstruktur. Dokumentieren Sie alle bestehenden Kostenstellen und die ihnen zugeordneten Kosten. Überprüfen Sie die Definition und Abgrenzung jeder Kostenstelle auf Klarheit und Zweckmässigkeit.
  1. Implementierung eines Kontrollsystems (Tage 8–15)
Entwickeln Sie ein System für die regelmässige Überwachung Ihrer Kostenstellen. Setzen Sie verbindliche Termine für monatliche Überprüfungen fest und bestimmen Sie Verantwortliche für die Datensammlung und -auswertung.
  1. Anpassungsbereitschaft etablieren (Tage 16–21)
Bewerten Sie die letzten drei Monate Ihrer Unternehmensentwicklung mit Hinblick auf Veränderungen, die eine Neuzuweisung von Budgets erfordern könnten. Gestalten Sie Ihre Kostenstellenpläne so flexibel, dass sie schnell auf Marktschwankungen reagieren können.
  1. Schulung und Kommunikation (Tage 22–30)
Führen Sie Schulungen für alle Mitarbeitenden durch, die mit der Verwaltung der Kostenstellen betraut sind. Stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten die Bedeutung der Kostenstellensteuerung für das Unternehmen verstehen und in der Lage sind, Anomalien zu identifizieren und zu melden.

Mit diesem strukturierten Ansatz kann die Kostenstellensteuerung in einem KMU nachhaltig verbessert werden, was zu einer präziseren Kostenkontrolle und letztlich zu einem besseren finanziellen Gesamtergebnis führt.