Effiziente Strategien zur Auditvorbereitung

Autor: Roman Mayr

Effiziente Strategien zur Auditvorbereitung

Governance & Compliance ·

In der heutigen Geschäftswelt ist die korrekte Vorbereitung auf interne und externe Audits von entscheidender Bedeutung für die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen und die Sicherstellung effizienter Unternehmensprozesse. Eine durchdachte und sorgfältige Planung reduziert das Risiko von Non-Compliance und erhöht die Wahrscheinlichkeit auf ein zufriedenstellendes Audit-Ergebnis. In diesem Artikel sollen typische Fehler bei der Auditvorbereitung aufgezeigt und praxisnahe Lösungen sowie ein konkreter Plan zur Verbesserung der Vorbereitungsprozesse dargelegt werden.

Typische Fehler bei der Auditvorbereitung

Ein häufiger Fehler besteht darin, dass Unternehmen ihre Daten unzureichend organisieren. Dies kann dazu führen, dass wichtige Informationen schwer zugänglich sind oder gänzlich fehlen, was einem reibungslosen Audit erheblich im Wege steht. Der Fehler lässt sich beheben, indem eine systematische Dokumentenverwaltung eingeführt wird. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass alle relevanten Unterlagen zentral und strukturiert abgelegt sind. Die Vervollständigung und Pflege von Checklisten kann ebenfalls dazu beitragen, die Vollständigkeit der Daten sicherzustellen.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die gute Kenntnis der relevanten Vorschriften und Normen zu unterschätzen. Unternehmen neigen dazu, sich auf veraltete oder irrelevante Informationen zu verlassen, was zu Abweichungen während eines Audits führen kann. Abhilfe schafft hier eine regelmässige Schulung von Mitarbeitern in den aktuellen gesetzlichen Anforderungen und internen Prozessen. Zudem sollten Verantwortliche sicherstellen, dass die Schulungsunterlagen stets auf dem neuesten Stand sind und den spezifischen Anforderungen des Unternehmens entsprechen.

Ein dritter typischer Fehler ist die unzureichende Kommunikation und Vorbereitung im Multiprojektumfeld. Unternehmen versäumen es oft, alle relevanten Abteilungen und Mitarbeiter in den Auditprozess einzubeziehen, was zu Informationslücken führt. Diese Lücke kann geschlossen werden, indem im Vorfeld klar kommuniziert wird, wer für welchen Bereich verantwortlich ist und welche Informationen wann benötigt werden. Regelmässige Meetings und Updates können zusätzlich dazu beitragen, dass alle Beteiligten denselben Wissensstand haben.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Tag 1–7: Bestandsaufnahme und Planung
  • Führen Sie eine umfassende Bestandsaufnahme aller relevanten Dokumente und Informationen durch.
  • Entwickeln Sie eine detaillierte Checkliste spezifisch für die bevorstehende Auditart (z.B. finanziell, operativ, regulatorisch).

  1. Tag 8–14: Optimierung der Datenorganisation
  • Implementieren Sie ein zentralisiertes Dokumentenmanagementsystem, falls noch nicht vorhanden.
  • Stellen Sie sicher, dass alle Unterlagen strukturiert und leicht zugänglich sind. Initiieren Sie notwendige Bereinigungen oder Ergänzungen von fehlenden Dokumenten.

  1. Tag 15–21: Schulung und Kommunikation
  • Veranstalten Sie Schulungen für ausgewählte Mitarbeitende über aktuelle gesetzliche Anforderungen und unternehmensinterne Richtlinien.
  • Organisieren Sie ein Kick-off Meeting für das Audit, bei dem alle Abteilungsleiter über den Prozess und die Erwartungen informiert werden.

  1. Tag 22–30: Probelauf und Nachjustierung
  • Führen Sie einen Probelauf des Audits durch, um mögliche Schwachstellen oder Lücken aufzudecken.
  • Nehmen Sie ggfs. erforderliche Anpassungen vor und stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeitenden die Bedeutung ihrer Rolle im Auditprozess verstehen.

Mit einer sorgfältigen Vorbereitung und gezielten Verbesserungen in der Organisation und Kommunikation lässt sich das Risiko von Fehlern während des Audits minimieren. Die vorgeschlagenen Schritte innerhalb der 30-tägigen Vorbereitungsphase unterstützen dabei, alle Beteiligten optimal auf das kommende Audit vorzubereiten.