Effizientes Bestandsmanagement für KMU sichern

Autor: Roman Mayr

Effizientes Bestandsmanagement für KMU sichern

Einkaufsmanagement ·

Effektives Bestandsmanagement als Schlüssel zum Erfolg

Die Optimierung des Bestandsmanagements ist für KMU entscheidend, um Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Durch ein gut organisiertes Bestandsmanagement können Lagerhaltungskosten minimiert und die Verfügbarkeit von Produkten garantiert werden. Häufige Fehler in diesem Bereich können jedoch den gegenteiligen Effekt haben.

Typische Fehler im Bestandsmanagement


  1. Fehlende Bedarfsprognosen
Ein häufig anzutreffender Fehler ist das Vernachlässigen genauer Bedarfsprognosen. Viele Unternehmen verlassen sich auf ungenaue oder veraltete Daten, was zu überhöhten oder unzureichenden Beständen führt. Dieser Fehler kann korrigiert werden, indem man regelmässig aktuelle Verkaufsdaten analysiert und Trends durch moderne Softwarelösungen zur Nachfrageprognose nutzt.
  1. Einteilung von Beständen
Eine ungenügende Einteilung der Bestände beeinträchtigt die Übersicht und reduziert die Effizienz. Fehlende Klassifikationen, beispielsweise mit der ABC-Analyse, können dazu führen, dass Ressourcen nicht optimal eingesetzt werden. Unternehmen sollten ihre Bestände daher in Kategorien einteilen, um Prioritäten besser zu steuern und Ressourcen effizient zu verwalten.
  1. Unzureichende Bestandskontrollen
Ein weiterer Fehler ist das Vernachlässigen regelmässiger Bestandskontrollen. Ohne kontinuierliche Überprüfung ist das Risiko von Überbeständen, Unterbeständen und veralteten Produkten hoch. Abhilfe schafft ein systematisches Inventurverfahren, das möglichst automatisiert und in regelmässigen Abständen durchgeführt wird.

Handlungsanleitung für die nächsten 14 bis 30 Tage


  • Analysephase (1-7 Tage): Beginnen Sie mit einer umfassenden Analyse Ihrer aktuellen Bestandsdaten. Identifizieren Sie Produkte mit besonders hohem oder niedrigem Lagerumschlag und implementieren Sie eine einfache ABC-Analyse. Nutzen Sie vorhandene Daten zur Erstellung von Nachfrageprognosen und prüfen Sie, ob Ihre derzeitigen Bestandsmengen mit erwarteten Verkaufszahlen übereinstimmen.
  • Implementierungsphase (8-21 Tage): Richten Sie ein optimiertes Bestandsüberwachungssystem ein, das regelmässige Inventuren mittels automatisierter Lösungen ermöglicht. Führen Sie Softwaretools zur besseren Bedarfsprognose ein, falls dies noch nicht geschehen ist, und schulen Sie Ihre Mitarbeiter in der Nutzung dieser Systeme. Beginnen Sie, Ihre Bestände aktiv anhand der ABC-Analyse anzupassen.
  • Optimierungsphase (22-30 Tage): Überprüfen Sie die ersten Resultate der umgesetzten Massnahmen und passen Sie die Prozesse weiter an. Evaluieren Sie insbesondere die Genauigkeit Ihrer Bedarfsprognosen und die Effizienz der Lagerhaltungsstrategien. Passen Sie die Kategorisierungen und Bestandsmengen basierend auf den bisherigen Ergebnissen an.

Ein gut durchdachtes Bestandsmanagement reduziert nicht nur Kosten, sondern verbessert auch die Kundenzufriedenheit durch stets verfügbare Produkte. Der regelmässige Einsatz von Datenanalyse und modernen Technologien ist dabei entscheidend für den nachhaltigen Erfolg.