
Effizientes Kostenmanagement in der Cloud-Infrastruktur
Cloud-Infrastruktur ·
Effektives Kostenmanagement in der Cloud-Infrastruktur
Die Nutzung von Cloud-Infrastruktur bietet zahlreichen KMU in der Schweiz viele Vorteile, jedoch besteht die Gefahr, dass die Kosten unbemerkt steigen und das Budget belasten. Eine präzise Kontrolle der Ausgaben ist daher unerlässlich. Dieser Artikel beleuchtet typische Fehler im Kostenmanagement der Cloud-Infrastruktur und gibt praktische Anleitungen, um diese zu beheben und die Kontrolle über die Ausgaben in einem Zeitraum von 14 bis 30 Tagen zu verbessern.
Typische Fehler und deren Korrektur
- Unklare Ressourcen-Nutzung: Ein verbreiteter Fehler ist die unklare Übersicht über die genutzten Ressourcen. Oftmals werden virtuelle Maschinen oder Speicherplätze erstellt und vergessen, obwohl sie weiterhin Kosten verursachen.
Korrektur: Implementieren Sie ein automatisiertes Monitoring-System. Es zeigt auf, welche Ressourcen genutzt werden und welche ungenutzt bleiben. Entfernen Sie nicht benötigte Instanzen oder Speichereinheiten unmittelbar nach der Feststellung.
- Fehlende Skalierungsstrategien: Viele Unternehmen bezahlen für maximale Kapazitäten, obwohl sie diese nicht konstant benötigen.
Korrektur: Nutzen Sie die Möglichkeit der automatischen Skalierung. Dies erlaubt Ihrem System, sich an die tatsächliche Nachfrage anzupassen, was unnötige Kosten vermeidet. Konsultieren Sie Ihren Anbieter, um die Auto-Scaling-Optionen einzurichten und anzupassen.
- Unzureichendes Verständnis der Preisstrukturen: Cloud-Dienste verfügen über komplizierte Preisstrukturen, die je nach Nutzung variieren. Ein falsches Verständnis oder ein Fehlen von Verhandlungen kann zu übermäßigen Zahlungen führen.
Korrektur: Schulen Sie Ihr IT-Personal im Verständnis der Preisstrukturen oder erwägen Sie den Beizug eines Beraters. Verhandeln Sie mit Ihrem Anbieter über Rabatte bei langfristiger Nutzung oder geringeren Kosten bei Vorauszahlungen (Reserved Instances).
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
In den nächsten Wochen gilt es, folgende Schritte zu implementieren, um die Cloud-Kosten in den Griff zu bekommen:
- Woche 1–2: Führen Sie eine vollständige Bestandsaufnahme der genutzten Cloud-Dienste durch. Nutzen Sie Tools Ihres Anbieters zur Erfassung der Ressourcennutzung. Identifizieren Sie direkt ungenutzte oder ineffizient genutzte Ressourcen.
- Woche 2–3: Überprüfen und adjustieren Sie die Skalierungsregeln. Implementieren Sie Auto-Scaling, sofern dies noch nicht geschehen ist. Überwachen Sie die Anpassung und passen Sie die Regeln gegebenenfalls an die realen Nutzungsmuster an.
- Woche 3–4: Evaluieren Sie die Preisoptionen mit Ihrem Cloud-Anbieter. Überprüfen Sie bestehende Verträge und sprechen Sie mögliche Optimierungen oder Rabatte an. Schulen Sie das Team, damit es die Preisstrukturen besser versteht und in Zukunft fundierte Entscheidungen trifft.
Durch das proaktive Management und den präzisen Überblick über die Cloud-Nutzung können KMU nicht nur die Kosten senken, sondern auch durch optimierte Ressourcenverwendung zur Wertschöpfung beitragen.