
Effizienz im Bestandsmanagement steigern
Im Bestandsmanagement liegt oft ein erhebliches Optimierungspotential verborgen. Der Kern einer effizienten Bestandsverwaltung besteht darin, stets das richtige Gleichgewicht zwischen Übervorrat und Unterdeckung zu wahren. Eine klare Kernaussage: Ein optimiertes Bestandsmanagement minimiert Kosten und verbessert die Lieferbereitschaft entscheidend.
Typische Fehler im Bestandsmanagement
Ein häufiger Fehler im Bestandsmanagement ist die unzureichende Datengrundlage. Ohne genaue und aktuelle Informationen über die Bestandsbewegungen liegt die Gefahr nahe, falsche Entscheidungen zu treffen. Unternehmen sollten daher in ein robustes und regelmässig aktualisiertes ERP-System investieren, das alle Bestände, Lieferungen und Anforderungen lückenlos abbildet.
Ein zweiter typischer Fehler ist die Vernachlässigung der Nachfrageschwankungen. Oft wird der Lagerbestand auf Basis historischer Daten geplant, ohne saisonale oder trendbasierte Schwankungen ausreichend zu berücksichtigen. Hier kann ein modernes Demand-Planning-Tool Abhilfe schaffen, das Prognosen auf Basis dynamischer Dateninputs ermöglicht.
Ein weiterer häufiger Fehler ist das Fehlen einer klar definierten Sicherheitsbestandspraxis. Viele Unternehmen halten entweder zu hohe oder zu niedrige Sicherheitsbestände. Beides kann erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Eine regelmässige Überprüfung und Anpassung der Sicherheitsbestandslevels basierend auf Lieferzeiten, Zuverlässigkeit der Lieferanten und Konsistenz der Nachfrage ist essenziell.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Datenanalyse aktualisieren: Analysieren Sie in der ersten Woche Ihre aktuellen Bestandsdaten und validieren Sie die Datengenauigkeit. Stellen Sie sicher, dass alle Abteilungen, die für den Bestandspflegeprozess verantwortlich sind, die Daten konsistent und zeitnah pflegen.
- Bedarfsprognosen erstellen: Führen Sie in der zweiten Woche eine detaillierte Bedarfsanalyse durch, die sowohl historische Daten als auch prognostizierte Marktentwicklungen berücksichtigt. Implementieren Sie ein Prognosemodell, das saisonale Schwankungen erfasst.
- Sicherheitsbestände überprüfen: Evaluieren Sie Ihre aktuellen Sicherheitsbestände und justieren Sie diese basierend auf der aktuellen Lieferantenleistung und Nachfragevolatilität. Dies sollte in der dritten Woche erfolgt sein.
- Prozessstandardisierung und Schulung: In der vierten Woche entwickeln Sie standardisierte Prozesse für die Bestandsverwaltung und schulen Sie betroffene Mitarbeitende, um sicherzustellen, dass alle Schritte genau eingehalten werden.
- Messpunkte und KPIs definieren: Etablieren Sie KPIs, die Ihnen kontinuierlich Feedback über die Effizienz Ihrer Bestandsmanagementstrategien liefern. Diese sollten Kosten, Umschlaghäufigkeiten und Lieferbereitschaft umfassen.
Durch die konsequente Umsetzung dieser Schritte kann ein Schweizer KMU sein Bestandsmanagement signifikant verbessern, Kosten reduzieren und die Verfügbarkeit von Produkten in kürzester Zeit optimieren.