Effizienzgewinne durch gezielte Prozessoptimierung

Autor: Roman Mayr

Effizienzgewinne durch gezielte Prozessoptimierung

Prozessoptimierung ·

Kernaussage: Prozessoptimierung kann durch gezielte Quick Wins innerhalb von 30 Tagen erhebliche Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen für Schweizer KMU erzielen, wenn typische Fehler vermieden und konkrete Massnahmen konsequent umgesetzt werden.

Typische Fehler bei Quick Wins

Ein häufig anzutreffender Fehler in der Prozessoptimierung ist das Fehlen klarer Ziele. Oftmals setzen sich Unternehmen vage oder überambitionierte Ziele, die innerhalb der vorgegebenen Zeitspanne kaum erreichbar sind. Um dies zu vermeiden, sollten die Ziele konkret, messbar und relevant für den Betrieb sein. Eine gute Orientierung bietet die SMART-Methode: spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden.

Ein weiterer typischer Fehler ist die Vernachlässigung der Datenbasis. Viele Unternehmen gehen Optimierungen an, ohne vorher ausreichend Daten zu erheben, was zu Fehlschlüssen führen kann. Eine detaillierte Analyse der bestehenden Prozesse anhand quantitativer Daten sorgt dafür, dass Optimierungsmassnahmen gezielt an den richtigen Stellen ansetzen.

Drittens überschätzen Unternehmen häufig ihre Ressourcen. Die Einführung von Prozessänderungen erfordert Zeit und Einsatz, was im Gegensatz zu Alltagsaufgaben oft unterschätzt wird. Daher ist eine realistische Ressourcenplanung essentiell. Dazu gehört die Einschätzung verfügbarer Arbeitszeit, notwendiger Kompetenzen sowie potenzieller externer Unterstützung.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage


  1. Ziele setzen (Tag 1-3): Identifizieren Sie zunächst die Prozesse, die am meisten Optimierungspotenzial bieten. Definieren Sie dann konkrete Ziele nach der SMART-Methode. Beispiel: Reduktion der Bearbeitungszeit eines bestimmten Prozesses um 20 % innerhalb eines Monats.
  2. Datenanalyse (Tag 4-10): Sammeln und analysieren Sie relevante Daten. Nutzen Sie bestehende digitale Tools und Softwarelösungen, um Engpässe aufzuspüren. Eine gründliche Analyse bietet die Basis, um fundierte Entscheidungen zu treffen und Massnahmen gezielt zu priorisieren.
  3. Ressourcen planen (Tag 11-14): Erstellen Sie einen umfassenden Plan, der benötigte Ressourcen wie Personal, Zeit und eventuell externe Expertise auflistet. Stellen Sie sicher, dass die notwendigen Ressourcen tatsächlich zur Verfügung stehen.
  4. Massnahmen umsetzen (Tag 15-25): Beginnen Sie mit der Umsetzung der festgelegten Massnahmen. Kommunizieren Sie klar, was geändert wird und warum. Mitarbeiter sollten gut informiert und eingebunden werden, um deren Engagement und Verständnis sicherzustellen.
  5. Ergebnisse überprüfen (Tag 26-30): Zum Abschluss der 30 Tage ist es wichtig, die Ergebnisse der Optimierung zu messen. Stellen Sie den Erfolg anhand der zuvor definierten Ziele fest. Bei positiven Resultaten kann der nächste Zyklus der Prozessverbesserung angegangen werden. Andernfalls sollte eine Anpassung der Strategie erfolgen.

Durch diese fokussierte und planvolle Vorgehensweise können Schweizer KMU innerhalb von 30 Tagen substantielle Effizienzgewinne erzielen und eine fundierte Basis für die langfristige Optimierung ihrer Geschäftsprozesse schaffen.