Effizienzsteigerung durch Abbau von Verschwendung

Autor: Roman Mayr

Effizienzsteigerung durch Abbau von Verschwendung

Lean Management ·

Verschwendung im Unternehmen erkennen und eliminieren

Verschwendung ist ein zentraler Aspekt des Lean Managements und beeinträchtigt die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Die konsequente Eliminierung von Verschwendung führt nicht nur zu Kosteneinsparungen, sondern auch zu einer verbesserten Prozessqualität und Zufriedenheit der Mitarbeitenden.

Typische Fehler bei der Identifikation von Verschwendung

Ein häufiger Fehler liegt im mangelnden Verständnis der verschiedenen Arten von Verschwendung. In der Praxis konzentrieren sich viele Unternehmen nur auf offensichtliche Ressourcenverschwendungen wie Materialüberschüsse, ignorieren jedoch andere Bereiche. Wertvolle Zeit wird damit verschwendet, dass die Mitarbeitenden auf Informationen warten oder unnötige Arbeitsschritte ausführen.

Um diesen Fehler zu korrigieren, ist eine umfassende Schulung der Mitarbeitenden erforderlich, um ein Bewusstsein für alle sieben Arten der Verschwendung zu schaffen: Überproduktion, Wartezeiten, unnötige Transporte, überflüssige Prozesse, Lagerbestände, Bewegungen und fehlerhafte Produkte.

Ein weiterer Fehler besteht darin, dass Verbesserungsmassnahmen zwar ergriffen, aber nicht nachhaltig umgesetzt werden. Unternehmen neigen dazu, Massnahmen oberflächlich anzugehen, ohne die zugrunde liegenden Ursachen zu adressieren. Dadurch bleiben Probleme bestehen oder treten an anderer Stelle wieder auf. Eine Korrektur erfordert eine gründliche Ursachenanalyse vor der Implementierung von Lösungen und das Festlegen von klaren Verantwortlichkeiten für die Umsetzung und Überwachung.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analyse der aktuellen Situation (1–7 Tage): Organisieren Sie ein Team aus Mitarbeitenden verschiedener Abteilungen, um alle gegenwärtigen Prozesse zu dokumentieren und die gängigen Arten der Verschwendung zu identifizieren. Nutzen Sie hierfür Werkzeuge wie Wertstromanalysen, um ein detailliertes Bild zu erhalten.
  2. Schulung und Sensibilisierung (3 Tage): Führen Sie Workshops durch, um das gesamte Team über die Prinzipien des Lean Managements und die spezifischen Arten der Verschwendung zu informieren. Hierdurch wird das Bewusstsein geschärft und ein gemeinsames Verständnis gefördert.
  3. Ursachenanalyse (3 Tage): Nutzen Sie Methoden wie die „5-Why“-Analyse, um die Wurzeln identifizierter Verschwendungen zu ergründen. Dokumentieren Sie Ihre Erkenntnisse und priorisieren Sie die zu lösenden Probleme.
  4. Planung von Massnahmen (3–5 Tage): Entwickeln Sie konkrete Massnahmen, um festgestellte Verschwendungen zu beseitigen. Stellen Sie sicher, dass Forderungen zur Nachhaltigkeit der Massnahmen formuliert und eingeplant werden.
  5. Umsetzung und Überwachung (3–7 Tage): Setzen Sie die entwickelten Initiativen um und überwachen Sie laufend die Fortschritte. Führen Sie regelmässige Meetings ein, um den Stand der Massnahmen zu besprechen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen.
  6. Feedback-Schleife (fortlaufend): Etablieren Sie eine Feedback-Kultur, in der Mitarbeitende ihre Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge einbringen können. Nutzen Sie diese Rückmeldungen, um die Prozesse kontinuierlich zu optimieren.

Durch die strukturierte Herangehensweise an die Reduktion von Verschwendung und durch die Förderung eines Lean-orientierten Denkens können Unternehmen langfristig ihre Effizienz steigern und einen signifikanten Wettbewerbsvorteil erzielen.