Effizienzsteigerung durch asynchrones Arbeiten

Autor: Roman Mayr

Effizienzsteigerung durch asynchrones Arbeiten

Remote Work & Collaboration ·

Asynchrones Arbeiten in der Remote-Arbeitswelt

Asynchrones Arbeiten bietet Unternehmen die Möglichkeit, die Effizienz und Flexibilität ihrer Teams zu steigern, indem sie die starre Struktur traditioneller Arbeitszeiten aufbrechen. Diese Arbeitsweise erlaubt es Mitarbeitenden, Aufgaben zu unterschiedlichen Zeiten und unabhängig von den Arbeitszeiten ihrer Kollegen zu erledigen. Damit dieses Modell erfolgreich umgesetzt werden kann, müssen jedoch typische Fehler vermieden werden.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Unzureichende Kommunikation:
Wenn klare Kommunikationsprotokolle fehlen, werden Informationen nicht effizient geteilt und Missverständnisse häufen sich. Klare, schriftliche Kommunikationen und die Definition von Kommunikationskanälen sind entscheidend. Dies bedeutet, dass Aufgabenbeschreibungen präzise sein müssen und regelmäßige Updates über den Fortschritt bereitgestellt werden. Tools wie Slack oder Microsoft Teams können strukturierten Austausch fördern, solange sie richtig konfiguriert und konsistent genutzt werden.
  1. Fehlende transparente Dokumentation:
Ein Mangel an zentraler und gut gepflegter Dokumentation kann asynchrones Arbeiten behindern. Werden wichtige Informationen und Arbeitsfortschritte nicht zentral festgehalten, können Teammitglieder nicht effizient auf Vorarbeiten aufbauen. Eine zentrale Plattform wie Confluence oder Notion, in der alle projektbezogenen Informationen akribisch dokumentiert werden, ist essenziell. Regelmässige Reviews der Dokumentation sollten eingeführt werden, um deren Aktualität sicherzustellen.
  1. Missachtung von Zeitzonen und Arbeitszeiten:
Asynchrones Arbeiten scheitert oft, wenn auf zeitliche Unterschiede zwischen verschiedenen Standorten nicht eingegangen wird. Arbeitszeiten sollten klar kommuniziert werden, und es sollte vermieden werden, Termine ausserhalb dieser Zeiten zu planen, es sei denn, dies wurde vorab abgestimmt. Eine gemeinsame internationale Zeitzonenübersicht kann helfen, diese Herausforderungen zu bewältigen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  • Woche 1–2: Implementierung der Grundlagen
Beginnen Sie damit, Kommunikationsprotokolle festzulegen. Definieren Sie, welche Tools für welche Art von Kommunikation verwendet werden sollen. Identifizieren Sie die Hauptinformationsquellen und stellen Sie sicher, dass diese für alle Teammitglieder zugänglich sind. Führen Sie eine Schulung zum effektiven Gebrauch der gewählten Kommunikations- und Dokumentationstools durch.
  • Woche 3: Überprüfung und Feinjustierung
Evaluieren Sie Ihre Kommunikations- und Dokumentationsstrategie. Sammeln Sie Feedback von Ihren Mitarbeitenden, um Verbesserungsbedarf zu identifizieren. Passen Sie die Prozesse basierend auf dem erhaltenen Feedback an und stellen Sie sicher, dass alle Teammitglieder über die Änderungen informiert sind.
  • Woche 4: Festigung und Nachhaltigkeit
Beginnen Sie, eine Meetingstruktur zu etablieren, die sich auf regelmässige, aber nicht übermässige Synchronisierung konzentriert, z.B. ein wöchentliches Check-in-Meeting. Stellen Sie sicher, dass alle asynchronen Arbeitsprozesse nahtlos in die Arbeitswoche integriert werden. Überprüfen Sie in regelmässigen Abständen die Einhaltung und Effektivität der neu eingeführten Prozesse.

Mit einer systematischen Herangehensweise und einer Bereitschaft zur kontinuierlichen Anpassung können Unternehmen das Beste aus asynchronen Arbeitsmethoden in ihrem Remote-Setting herausholen. Diese Flexibilität wird nicht nur die Produktivität steigern, sondern auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden fördern.