Effizienzsteigerung im Just-in-Time Management

Autor: Roman Mayr

Effizienzsteigerung im Just-in-Time Management

Supply Chain Management ·

Just-in-Time: Effizienz durch gezielte Verbesserungen

Just-in-Time (JIT) ist ein bewährtes Konzept im Supply Chain Management, das die Lagerhaltung minimiert und den Materialfluss optimiert. Doch selbst bei einer etablierten JIT-Umsetzung können typische Fehler auftreten, die den reibungslosen Ablauf stören. Hier werden einige dieser Fehler beleuchtet und konkrete Schritte aufgezeigt, um diese effizient zu beheben.

Typische Fehler und Korrekturen


  1. Unzureichende Lieferantensynchronisation
Häufig fehlen klare Vereinbarungen oder das Monitoring der Lieferantenleistungen. Dies führt zu verspäteten Lieferungen oder nicht normenentsprechenden Materialien.

Korrektur:

  • Aufbau klarer Kommunikationskanäle mit den Lieferanten.
  • Implementierung eines Performance-Monitoringsystems.
  • Regelmässige Abstimmungsmeetings, um auftretende Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

  1. Fehlerhaftes Bestandsmanagement
Unpräzise Lagerbestände oder mangelnde Bestandstransparenz können die JIT-Strategie erheblich beeinträchtigen.

Korrektur:

  • Einsatz eines modernen ERP-Systems zur kontinuierlichen Bestandsüberwachung.
  • Schulung des Personals im Umgang mit Bestandsmanagement-Tools.
  • Einführung von Bestandsprognosen und Sicherheitsbeständen, um Schwankungen auszugleichen.

  1. Schwächen in der internen Logistik
Ineffiziente interne Transportprozesse und mangelnde Flexibilität können den Materialfluss verlangsamen.

Korrektur:

  • Optimierung der internen Transportwege und der Materialbereitstellung.
  • Einführung eines Kanban-Systems zur Steuerung und Nachverfolgung von Materialbewegungen.
  • Durchführung regelmässiger Prozessanalysen zur Identifizierung und Beseitigung von Engpässen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage

1. Woche:


  • Durchführung einer Ist-Analyse zur Ermittlung der am dringendsten zu lösenden Probleme.
  • Einberufen eines Kick-off-Meetings mit den relevanten Abteilungen und Lieferanten, um die Ist-Situation zu besprechen und Ziele zu definieren.
  • Erarbeitung und Freigabe eines Massnahmenplans, der die vorgenannten Lösungen integriert.

2. Woche:


  • Implementierung der Massnahmen zur Verbesserung der Lieferantensynchronisation, insbesondere durch Etablierung verbesserter Kommunikationsprozesse.
  • Beginn der Installation von Monitoringtools zur Lieferantenbewertung und Lagerbestandsüberwachung.

3. Woche:


  • Schulung der Mitarbeitenden im Umgang mit neuen Tools und Prozessen.
  • Einführung von Prozessanalysen und Optimierungsmassnahmen in der internen Logistik.

4. Woche:


  • Evaluierung der ersten Verbesserungen durch Vergleich von Leistungskennzahlen (zum Beispiel Termintreue, Bestandsgenauigkeit).
  • Durchführung eines Follow-up-Meetings zur Anpassung und Optimierung der implementierten Massnahmen.

Durch konsequentes Vorgehen können Unternehmen innerhalb kurzer Zeit signifikante Verbesserungen in ihrem JIT-System erzielen und somit die Effizienz in der gesamten Lieferkette steigern.