Effizienzsteigerung in der Ist-/Soll-Analyse

Autor: Roman Mayr

Effizienzsteigerung in der Ist-/Soll-Analyse

Business Analyse ·

Effiziente Durchführung einer Ist-/Soll-Analyse

Die Ist-/Soll-Analyse ist ein essenzielles Werkzeug in der Unternehmensführung, das den aktuellen Zustand eines Unternehmens (Ist-Zustand) mit den angestrebten Zielen (Soll-Zustand) vergleicht. Diese Analyse ermöglicht eine präzise Bestandsaufnahme und unterstützt Unternehmen bei strategischen Entscheidungen. Doch um effizient zu sein, muss sie fehlerfrei durchgeführt werden. Im Folgenden werden zwei typische Fehler bei der Durchführung einer Ist-/Soll-Analyse aufgezeigt und erläutert, wie sie vermieden werden können. Abschliessend folgt eine Handlungsanleitung, wie die Analyse innerhalb von 14 bis 30 Tagen effektiv umgesetzt werden kann.

Fehler bei der Definition von Soll-Zuständen

Ein häufiger Fehler bei der Ist-/Soll-Analyse liegt in der unklaren oder unpräzisen Definition der Soll-Zustände. Ziele, die nicht spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert (SMART) sind, führen zu Missverständnissen und machen die Analyse ineffizient. Um diesen Fehler zu vermeiden, sollten Unternehmen ihre Soll-Zustände detailliert festlegen und sicherstellen, dass alle Beteiligten ein gemeinsames Verständnis der gesetzten Ziele haben.

Unvollständige Erfassung des Ist-Zustands

Eine weitere Herausforderung ist die unvollständige oder ungenaue Erfassung des Ist-Zustands. Übersehen wichtige Aspekte des Unternehmensbetriebs bleiben, führt dies zu einer verzerrten Analyse. Dies kann vermieden werden, indem man umfassende Datenquellen berücksichtigt und verschiedene Methoden der Datenerfassung, wie Interviews, Umfragen und Beobachtungen, kombiniert. Ein klarer Prozess zur Sammlung und Validierung von Daten ist ebenfalls essenziell.

Vernachlässigung der Analyseergebnisse

Oftmals werden die Ergebnisse einer Ist-/Soll-Analyse nicht konsequent in strategische Massnahmen umgesetzt. Dieser Fehler untergräbt den gesamten Nutzen der Analyse. Unternehmen können dies vermeiden, indem sie nach der Analyse einen klaren Umsetzungsplan erarbeiten und regelmässige Überprüfungen der Fortschritte einplanen. Die Verantwortlichkeiten für die Umsetzung der Massnahmen sollten klar festgelegt werden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Tag 1–7: Vorbereitung
  • Definieren Sie präzise Ihre Soll-Zustände und stellen Sie sicher, dass sie den SMART-Kriterien entsprechen.
  • Identifizieren Sie alle relevanten Datenquellen zur Erfassung des Ist-Zustands und erstellen Sie einen Plan zur Datenerfassung.

  1. Tag 8–14: Datensammlung
  • Sammeln Sie die Daten zum Ist-Zustand mithilfe der Identifizierten Quellen und Methoden.
  • Verifizieren Sie die Daten auf ihre Genauigkeit und Vollständigkeit.

  1. Tag 15–21: Analyse
  • Vergleichen Sie den Ist- und den Soll-Zustand, um Lücken und Handlungsbedarfe zu identifizieren.
  • Priorisieren Sie die festgestellten Lücken basierend auf ihrem Einfluss auf die Unternehmensziele.

  1. Tag 22–30: Umsetzung und Kontrolle
  • Entwickeln Sie konkrete Massnahmen und Verantwortlichkeiten zur Schliessung der identifizierten Lücken.
  • Implementieren Sie die ersten Massnahmen und planen Sie regelmässige Überprüfungen, um die Fortschritte zu kontrollieren und Anpassungen vorzunehmen.

Durch eine sorgfältig geplante und durchgeführte Ist-/Soll-Analyse können Unternehmen effizienter agieren und fundierte Entscheidungen treffen, die langfristig zum Erfolg beitragen.